Vatikan: Pater Pusceddu bleibt an der Spitze der IDI-Stiftung
Mario Galgano - Vatikanstadt
Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, wurde Pusceddu für die vierjährige Amtszeit von 2026 bis 2029 wiedergewählt. Pater Pusceddu ist Generalvikar und Ausbildungsleiter der Ordensgemeinschaft der „Söhne der Unbefleckten Empfängnis“ (CFIC), jener Gemeinschaft, die das Erbe des Klinikgründers Luigi Maria Monti bewahrt.
Geistliches Erbe und medizinische Fürsorge
In dem Kommuniqué bekräftigte der Vatikan seine „Nähe zur Stiftung und ihren Werken“. Diese würden das spirituelle und karitative Vermächtnis von Pater Luigi Maria Monti fortführen, indem sie sich mit „umsichtiger Sorge den Leidenden widmen und brüderliche Aufmerksamkeit für deren Bedürfnisse zeigen“. Die Bestätigung Pusceddus gelte als Signal der Stabilität, um die medizinische Exzellenz mit dem ordenseigenen Charisma zu verbinden.
Hintergrund: Das IDI und seine bewegte Geschichte
Beim IDI (Istituto Dermopatico dell’Immacolata) handelt es sich um ein wissenschaftliches Institut für Forschung, Klinik und Pflege (IRCCS), das weltweit als Spitzenzentrum für Dermatologie (Hautmedizin) anerkannt ist. In der Vergangenheit geriet das Institut jedoch in schwere Turbulenzen: Vor rund einem Jahrzehnt stand das IDI aufgrund von Misswirtschaft und massiven finanziellen Defiziten vor dem Bankrott. Der Skandal führte damals zu Ermittlungen wegen Unterschlagung und Insolvenzverschleppung, die sogar zu Verhaftungen innerhalb der damaligen Leitung führten. Erst durch das direkte Eingreifen des Vatikans und die Gründung der Stiftung „Luigi Maria Monti“ konnte die Klinik gerettet und die medizinische Versorgung der Patienten sowie die Arbeitsplätze der Angestellten langfristig gesichert werden. Die erneute Bestätigung der aktuellen Führung an diesem Samstag unterstreicht den erfolgreichen Konsolidierungskurs der letzten Jahre. Die Klinik stellt auch eigene Cremen und Medikamente her, die bei Hautkrankheiten weltweit verwendet werden.
Außerdem: Neuer Leiter einer außergewöhnlichen Abtei
Eine weitere Ernennung, die der Papst an diesem Samstag vornahm, betrifft die Abtei St. Nilus von Grottaferrata in den Albaner Bergen bei Rom. Der Bischof und Benediktiner Manuel Nin Güell wurde zum neuen Apostolischen Exarchen der Abtei ernannt. Der 1956 geborene Spanier war bisher Apostolischer Exarch für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Griechenland.
Die Abtei St. Nilus ist ein Unikum in der Kirchengeschichte. Sie wurde kurz vor dem Schisma zwischen katholischen und orthodoxen Christen gegründet und blieb nach diesem Bruch der Kirche von Rom treu. Dabei folgen die Mönche dort aber weiterhin dem Ritus der Kirche von Konstantinopel.
(vatican news)
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