Vatikan-Delegation erweist Modeschöpfer Valentino letzte Ehre
Die sterblichen Überreste des italienischen Designers, der im Alter von 93 Jahren in Rom gestorben war, wie seine Stiftung am 19. Januar 2026 mitgeteilt hatte, waren am Mittwoch und Donnerstag im so genannten „Palazzo Valentino”, dem römischen Sitz des historischen Modehauses und der Stiftung „Fondazione Garavani Giammetti“ unweit der Spanischen Treppe aufgebahrt. Nicht weit entfernt ist der Palazzo „de Propaganda Fide“, der historische Sitz des vatikanischen Dikasteriums für die Evangelisierung. Sitz der zweiten Abteilung dieser Behörde ist heute noch dieses traditionsreiche Gebäude aus dem 17. Jahrhundert.
Wie der vatikanische Missions-Pressedienst Fides berichtet, sprach dieser Tage auch eine Vatikan-Delegation des Dikasteriums unter Leitung von Erzbischof Samuele Sangalli im Namen der Behörde den Familienangehörigen und dem langjährigen Mitarbeiter des Modeschöpfers, Giancarlo Giammetti, ihr Beileid aus. Erzbischof Sangalli leitete einen Moment des Gebets und segnete den Sarg. Der italienische Priester Sergio Bertocchi wollte das Dikasterium bei der Trauermesse diesen Freitag um 11 Uhr in der Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom vertreten. Nach der Messe wird der Sarg mit den sterblichen Überresten des prominenten Designers zum römischen Friedhof Flaminio überführt.
Zur Person
Valentino Ludovico Clemente Garavani, bekannt als Valentino, wurde am 11. Mai 1932 in Voghera geboren und gilt als Schlüsselfigur der Haute Couture und des „Made in Italy”. Mit 17 Jahren zog er nach Paris, wo er die renommierte „École de la chambre syndicale de la couture parisienne“ besuchte und begann, mit einigen großen Namen der französischen Modeszene zusammenzuarbeiten. 1959 präsentierte er in Rom, wo er sein Modehaus gründete, seine erste Kollektion. Das Jahr 1962 markiert den offiziellen Beginn der langen und erfolgreichen Karriere von Valentino Garavani, der seine Kollektion auf der Modemesse „Pitti Moda“ in Florenz vorstellte und dort begeistert aufgenommen wurde.
Der weltberühmte Modeschöpfer kleidete zahlreiche Prominente ein und trug zum Erfolg der italienischen Mode in der Nachkriegszeit bei. Mit Boutiquen in Hauptstädten wie New York, Paris und Tokio erhielt er zahlreiche Auszeichnungen (darunter die französische „Légion d'honneur“) und pflegte künstlerische Kooperationen auf höchstem Niveau, darunter mit Andy Warhol, der ihm ein Porträt widmete.
(fides - sst)
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