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17 katholische Missionare im Jahr 2025 weltweit getötet

Die Agentur Fides hat ihre jährliche Bilanz veröffentlicht: 17 Priester, Ordensleute und Laien verloren im vergangenen Jahr im Dienst der Kirche ihr Leben. Besonders Afrika bleibt mit zehn Todesopfern der gefährlichste Kontinent für kirchliche Mitarbeiter. Papst Leo XIV. würdigt ihren Einsatz als „Prophezeiung des Sieges des Guten“.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Hinter den nackten Zahlen des am Dienstag veröffentlichten vatikanischen Fides-Berichts verbergen sich Einzelschicksale von Menschen, die nicht für Schlagzeilen lebten, sondern für ihren Glauben in den schwierigsten Regionen der Welt. Insgesamt 17 katholische Missionare wurden im Jahr 2025 ermordet – oft inmitten ihres ganz alltäglichen Dienstes in Konfliktgebieten.

Papst Leo XIV. leitete den Bericht mit einer Botschaft der Zuversicht ein: Die Hoffnung dieser Männer und Frauen sei „eine Hoffnung voller Unsterblichkeit, denn ihr Zeugnis bleibt als Prophezeiung des Sieges des Guten über das Böse bestehen“.

Afrika im Fadenkreuz der Gewalt

Die geografische Verteilung zeigt eine dramatische Zuspitzung in Afrika. Hier wurden zehn Mitarbeiter getötet, darunter sechs Priester, zwei Seminaristen und zwei Katecheten. Allein auf Nigeria entfielen fünf dieser Morde. Besonders erschütternd ist der Fall des jungen Seminaristen Emmanuel Alabi, der nach seiner Entführung aus einem Seminar in Ivianokpodi auf einem Gewaltmarsch seiner Peiniger starb.

In Amerika wurden vier Missionare getötet, darunter zwei Ordensschwestern in Haiti, die Opfer der dort herrschendenden Bandengewalt wurden. In Asien starben zwei Priester – einer davon, Donald Martin, war der erste katholische Priester, der im blutigen Bürgerkrieg in Myanmar ermordet wurde. Sein verstümmelter Körper wurde von Gemeindemitgliedern in der eigenen Pfarrei gefunden. Auch Europa verzeichnete mit dem Mord an einem Priester in Polen ein Opfer.

Zeugen des Alltags

Der Bericht betont, dass die Getöteten meist keine „außergewöhnlichen Taten“ vollbrachten, sondern schlicht bei den Menschen blieben. Seit dem Jahr 2000 wurden weltweit insgesamt 626 katholische Missionare getötet.

Die vatikanische Nachrichtenagentur Fides erinnert zum Abschluss an ein Zitat von Papst Franziskus aus dem Jahr 2023: „Diese Brüder und Schwestern mögen wie Versager erscheinen, aber wir sehen heute, dass dem nicht so ist. Der Same ihres Opfers, der zu sterben scheint, keimt auf und bringt Frucht.“

(fides)

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30. Dezember 2025, 11:37