Papst an Kolumbusritter: „Wir brauchen Propheten der Harmonie“
Papst Leo XIV. würdigte in seiner Videobotschaft vom Donnerstagabend (römische Zeit) die soziale Ausrichtung der Organisation. Zur jährlichen Versammlung unter dem Motto „In dem Einen sind wir eins“ – übrigens auch der Wahlspruch von Leo XIV. - an die Mitglieder der Vereinigung hob der Papst Einheit und Wohltätigkeit als Tugenden hervor, die dem Einsatz der Kolumbusritter zugrundeliegen. Leo XIV. erinnerte aber auch daran, dass die Einheit, um die Jesus im Johannesevangelium gebetet habe, kein Selbstläufer sei, sondern durch einen ehrlichen und demütigen Dialog immer wieder neu gepflegt werden müsse.
Einheit
„In diesem Zusammenhang ermutige ich Sie alle, weiterhin Zeugnis von jener Eintracht zu geben, die Jesus sich so sehr für Ihre Familien, Ihre Pfarrgemeinden und die weiteren Gemeinschaften wünscht, in denen Sie leben und wirken. In einer Zeit, die allzu oft von Spaltung und scharfer Rhetorik geprägt ist, braucht es dringend Propheten der Harmonie, die Brücken bauen und sich bemühen, gegensätzliche Positionen, wo immer möglich, miteinander zu versöhnen.“
Wohltätigkeit
Bekannt sind die „Knights of Columbus” vor allem für ihr umfangreiches karitatives Engagement. Gegründet wurden sie 1882 in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut vom 2020 seliggesprochenen Priester Michael McGivney. Werke der Nächstenliebe nannte der Papst als zweite Tugend. Wohltätigkeit könne oft ein Weg sein, die Einheit zu fördern, so der Papst. Gelebte Nächstenliebe lindere nicht nur menschliche Not, sondern stärke auch Geschwisterlichkeit und Gemeinschaft:
„Wie viele von Ihnen wahrscheinlich erfahren haben, entsteht, wenn wir auf Menschen in Not zugehen, um ihnen zu helfen, häufig eine gewisse Eintracht – zwischen denen, die geben, und denen, die empfangen, ebenso wie unter denen, die gemeinsam daran arbeiten, ihren Brüdern und Schwestern beizustehen. So wird die Nächstenliebe nicht nur zu einer Antwort auf menschliches Leid, sondern auch zu einem kraftvollen Mittel, Geschwisterlichkeit zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken, die das Herz des christlichen Lebens bildet.“
Papst dankt Kolumbusrittern
Dafür stelle die Geschichte der Knights of Columbus ein eindrucksvolles Zeugnis dar. Seit ihrer Gründung durch den seligen Michael McGivney setze sich die Organisation für ungeborene Kinder, werdende Mütter, verfolgte Christen, Opfer von Krieg und Menschenhandel sowie arme und benachteiligte Menschen ein, würdigte der Papst mit Blick auf die Herzensanliegen der Vereinigung.
Heute zählen die Knights of Columbus fast 2,2 Millionen Mitglieder in mehr als einem Dutzend Ländern. Sie engagieren sich etwa in der Katastrophenhilfe, für Priesterseminare und Berufungen sowie für zahlreiche soziale Projekte in den Diözesen. Auch den Heiligen Stuhl unterstützen sie seit Jahrzehnten großzügig finanziell und fördern zahlreiche kirchliche Initiativen weltweit.
Für ihren anhaltenden Einsatz sprach der Papst den Mitgliedern der Vereinigung seinen Dank aus und vertraute die aktuellen Beratungen zur 144. Supreme Convention im US-amerikanischen Denver der Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, und des seligen Michael McGivney an, bevor er allen Mitgliedern sowie ihren Familien den Apostolischen Segen erteilte.
(vatican news - cs/sst)
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