Papst schickt Botschaft an Jugend-Treffen im Irak
Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
„Ihr müsst das Licht Christi sein inmitten einer Finsternis, die manchmal überwältigend erscheinen kann. Habt keine Angst! Und glaubt nicht, dass ihr bei dieser Aufgabe allein seid. Ich bin bei euch; die Kirche ist bei euch", machte der Papst der Jugend im Irak Mut. Das katholische Kirchenoberhaupt rief sie zudem auf, Frieden zu bringen: „Verwurzelt in der Nächstenliebe seid ihr besonders dazu berufen, Friedensstifter zu sein, die Menschen um euch herum zu vereinen und anderen die Hoffnung auf eine Zukunft zu vermitteln, die von dauerhaftem Frieden geprägt ist. Ihr könnt vielleicht eure Situation oder die Herausforderungen, denen ihr euch stellen müsst, nicht kontrollieren, aber ihr könnt euch immer dafür entscheiden, den Frieden Christi in euren Herzen herrschen zu lassen."
Der Alltag im Irak ist seit der US-Invasion im Jahr 2003 von Gewalt und Korruption geprägt. Die Folgen früherer Konflikte, besonders durch den sogenannten Islamischen Staat, belasten das Land weiterhin. Zahlreiche Iraker sind im eigenen Land vertrieben worden; der Norden des Landes hat viele Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch und viele sehen im repressiven Alltag kaum Zukunftsperspektiven. Besonders Mädchen und Frauen sind zudem überproportional von der Teilhabe in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ausgeschlossen.
Das Ankawa-Jugendtreffen in der Erzdiözese Erbil gilt als größtes christliches Jugendfestival seiner Art im Land und bringt zahlreiche junge Leute aus verschiedenen Teilen des Irak in einer Atmosphäre des Glaubens und der Gemeinschaft zusammen - dieses Jahr vom 8. bis zum 11.7.2026.
„Ich bete, dass dies für euch alle eine Gelegenheit sein möge, in der Freundschaft mit Jesus und untereinander zu wachsen. Die Jugend ist eine Lebensphase, die von dem Wunsch geprägt ist, Großes zu vollbringen und die Welt zu verändern."
Mission
Das Treffen steht dieses Jahr unter dem Motto „Mission". In diesem Zusammenhang erinnerte Papst Leo XIV. in seiner Videobotschaft daran, dass die Kirche den Auftrag habe, der Welt zu dienen, indem sie das „Licht Christi" weitergebe und „Männer und Frauen in die Gemeinschaft mit Gott" führe. Den jungen Leuten empfahl der Papst:
„Um an der Mission teilzunehmen, müssen wir zunächst eine lebendige Beziehung zu Gott entdecken. Wir müssen ihn kennenlernen. Indem wir uns Gottes verwandelnder Liebe öffnen, empfangen wir die Gnade, die notwendig ist, um Jesus nachzufolgen und das Leben anzunehmen, zu dem er uns beruft. (...) Verankert eure Herzen auf dem festen Fundament der Liebe Gottes zu euch; entdeckt das Herz Christi und scheut euch nicht, euer Leben auf ihn zu gründen."
Für eine gute Beziehung zu Gott seien Gebet, die Sakramente, Beichte und Eucharistie wichtig. „Vertraue auf Jesus; höre auf ihn im Gebet und durch die Führung anderer, und lass dich von ihm leiten", führte Leo aus.
Es gelte, darauf zu vertrauen, dass Gott bei uns ist, auch wenn wir ihn nicht sehen können: „ Der Glaube an Gott ist kein Mechanismus, um die Schwierigkeiten des Lebens zu bewältigen. Vielmehr ist er die Anerkennung der Wirklichkeit und das Leben in der Wahrheit, das Lernen, die Welt, die anderen und uns selbst so zu sehen, wie Gott es tut. Er erfordert, dass wir unseren Lebensweg gehen, während unser Herz und unser Blick auf unsere wahre Heimat gerichtet sind, in dem Wissen, dass Gott bei uns ist."
Seine Videobotschaft an das Ankawa-Jugendtreffen beschloss der Papst mit dem Appell: „Liebe junge Menschen, zweifelt niemals an der Güte Gottes und fürchtet euch nicht vor dem Plan, den der Herr für jedes eurer Leben hat!"
(vatican news/giz/statista - sst)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..
