Papst an Päpstliche Missionswerke: Vereint im Dienst an der Weltkirche
Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt
Gleich zwei bedeutende Meilensteine für die Missionswerke prägen das aktuelle Kirchenjahr: Vor genau 100 Jahren führte Papst Pius XI. auf Bitte des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung den Weltmissionssonntag ein. Seit einem Jahrhundert bildet dieser Tag im Oktober nun schon das Herzstück der solidarischen Unterstützung für junge Kirchen weltweit.
In seiner Ansprache an die im Vatikan versammelten Generalsekretäre und Nationaldirektoren würdigte Papst Leo die „vielen missionarischen Initiativen, die dank der Großzügigkeit der Gläubigen am Weltmissionssonntag möglich“ seien und verwies auch auf den 110. Gründungstag der Päpstlichen Missionsunion (POM), die Papst Paul VI. als „Seele“ der Päpstlichen Missionswerke bezeichnet hatte.
Hoffnungsträger in einer schwierigen Zeit
In einer Zeit, die von geopolitischen Krisen und bewaffneten Konflikten erschüttert wird, wies das Kirchenoberhaupt den Päpstlichen Missionswerken eine entscheidende Rolle als Hoffnungsträger und Friedensstifter zu.
„In diesem Zusammenhang erfüllt das Päpstliche Kindermissionswerk eine besonders wertvolle Aufgabe, indem es Kindern auf der ganzen Welt, insbesondere in Regionen, die von Hass und Gewalt heimgesucht sind, das Licht des Glaubens und den Trost der christlichen Nächstenliebe bringt,“ betonte der Papst und würdigte auch das Werk des Heiligen Apostels Petrus, welches die Ausbildung einheimischer Priester und Ordensleute sichert.
„Eins in Christus, vereint in der Mission“
Das diesjährige Thema des Weltmissionssonntags „Eins in Christus, vereint in der Mission“ beschrieb Papst Leo als Arbeitsauftrag für die Zukunft der gesamten Kirche und lud alle dazu ein, „die Dringlichkeit einer fortwährenden missionarischen Umkehr anzunehmen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, eine missionarische Kirche für die Heilung unserer Welt zu sein, die von Spannungen, Konflikten und Kriegen geprägt ist.“
Papst Leo erinnerte die Anwesenden daran, dass die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke „für die weltweite Evangelisierung unverzichtbar“ bleibe und jede Form kirchlicher Mission auf Christus ausgerichtet bleiben müsse.
Jesus ins Zentrum stellen
„Bei allem, was wir für das Werk der Evangelisierung tun, müssen wir stets Jesus Christus ins Zentrum stellen und das schöne Prinzip des Evangeliums hochhalten, das Johannes der Täufer wie folgt ausgedrückt hat: ‚Er muss wachsen, ich aber geringer werden' (Joh 3,30)“, so sein Appell.
Abschließend vertraute der Papst die Mitarbeiter, Wohltäter und Unterstützer der Missionswerke der Fürsprache Mariens, „Königin der Missionen“, sowie aller Missionsheiligen an und erteilte ihnen seinen Apostolischen Segen.
Generalversammlung in Rom
Die jährliche Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke (POM) findet derzeit in Rom statt. Die Tagung, an der über 100 nationale Direktoren aus aller Welt teilnehmen, ist für den Zeitraum vom 27. Mai bis zum 3. Juni angesetzt.
(vatiannews – skr)
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