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Papst Leo XIV. bei der Begegnung Papst Leo XIV. bei der Begegnung

Papst an Charismatische Erneuerung: Dient der Kirche

Papst Leo XIV. hat die Katholische Charismatische Erneuerung ermutigt, ihre Erfahrung des Heiligen Geistes in den Dienst der ganzen Kirche zu stellen. Bei seiner ersten Begegnung mit der Bewegung an diesem Samstag im Vatikan würdigte der Papst deren geistliche Lebendigkeit, warnte zugleich aber vor Selbstdarstellung und Machtstreben.

Birgit Pottler - Vatikanstadt

„Stellen Sie sich in den Dienst Ihrer Diözesen und Pfarreien und bringen Sie Ihre Erfahrung und Ihre Methoden der Evangelisierung ein“, sagte Leo XIV. vor Mitgliedern der Katholischen Charismatischen Erneuerung. 

Die Begegnung in der vatikanischen Audienzhalle hatte CHARIS organisiert, die Service- und Koordinierungsstelle des Vatikans für die internationale Charismatische Erneuerung. Was Gott, die Kirche und die Welt von der Bewegung erwarten, war die Leitfrage der Veranstaltung. Neben Gebet, Lobpreis und Zeugnissen internationaler Vertreterinnen und Vertreter sprachen auch Kurienkardinal Kevin Farrell und der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, zu den mehreren Tausend Teilnehmern.

Bei der Begegnung in der Audienzhalle
Bei der Begegnung in der Audienzhalle   (@Vatican Media)

„Strom der Gnade“ für die Kirche

Leo XIV. erinnerte daran, dass die Charismatische Erneuerung in den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil stark gewachsen sei und von seinen Vorgängern als Geschenk für die Kirche gewürdigt wurde. Papst Franziskus habe sie wiederholt als einen „Strom der Gnade“ bezeichnet, der „für die ganze Kirche, nicht nur für einige“ bestimmt sei. Auch er selbst wolle die Beziehung „gegenseitigen Respekts, der Nähe und der Unterstützung“ zwischen dem Stuhl Petri und der großen Familie der Katholischen Charismatischen Erneuerung fördern.

In seiner Ansprache nannte der Papst fünf zentrale Aspekte der charismatischen Erfahrung: Taufe im Geist, Lobpreis, das Wort Gottes, Gemeinschaft und Nächstenliebe.

Bei der Begegnung in der Audienzhalle
Bei der Begegnung in der Audienzhalle   (@Vatican Media)

Die Erfahrung des Heiligen Geistes lasse die „Süße Christi“ erkennen, schenke Frieden und Freiheit von der Sünde und wecke den Wunsch, Zeugen der Liebe Gottes zu sein.

Unser Beitrag mit der Papstansprache an die Charismatische Erneuerung zum Nachhören

Lobpreis und Anbetung seien wesentliche Formen christlichen Gebets, so Leo XIV. Die Charismatische Erneuerung habe dazu beigetragen, diese Dimensionen in der Kirche neu zu entdecken. Zugleich führe der Geist zu einer lebendigen Begegnung mit der Heiligen Schrift, die Quelle geistlicher Nahrung, der Unterscheidung und des gemeinschaftlichen Gebets sei.

„Die Einheit in der Kirche ist Frucht des Geistes“

Der Heilige Geist sei auch Quelle der Gemeinschaft, und die „Einheit in der Kirche Frucht des Geistes“. Er schaffe „Harmonie zwischen den verschiedenen Charismen“, innerhalb der Charismatischen Erneuerung „sowie mit unseren Brüdern und Schwestern anderer Konfessionen“.

Bei der Begegnung in der Audienzhalle
Bei der Begegnung in der Audienzhalle   (@Vatican Media)

Arme offenbaren wahres Antlitz Gottes

Besonders hob der Papst die Nächstenliebe hervor. Die erneuerte Gegenwart des Heiligen Geistes habe in der Bewegung „eine Fähigkeit zu lieben geweckt“, viele Werke der Hilfe für Menschen in geistlicher und materieller Not hervorgebracht. „Ich lade Sie daher ein, diese Liebe zu den Armen lebendig zu halten, die das wahre Antlitz Gottes offenbart“, sagte Leo XIV.

„Achten Sie darauf, niemals dem Wunsch nach Selbstdarstellung oder dem Streben nach Macht oder persönlichem Ansehen nachzugeben“

Der Papst dankte der Charismatischen Erneuerung für ihren Einsatz und rief ihre Mitglieder dazu auf, der Leitung ihrer Priester treu zu folgen, in der gemeinschaftlichen Unterscheidung auch auf weise Stimmen außerhalb der eigenen Gruppen zu hören. „Pflegen Sie Harmonie und Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften, denen Sie angehören, und achten Sie darauf, niemals dem Wunsch nach Selbstdarstellung oder dem Streben nach Macht oder persönlichem Ansehen nachzugeben.“

,Charis' wurde als Dachorganisation Ende 2018 auf Wunsch von Papst Franziskus als Organismus mit öffentlicher Rechtspersönlichkeit errichtet und ist für die Vernetzung der katholischen Gruppen der Charismatischen Erneuerung zuständig. Begleitet wurde die Stelle durch den Päpstlichen Rat für die Laien, der später in das Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben einging. Rund 165 Gruppen sind unter dem Dach von ,Charis' vereint. Der Bewegung gehören weltweit rund 120 Millionen Menschen an. In ihrer Frömmigkeit hebt sie den Heiligen Geist hervor.

(vatican news)

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30. Mai 2026, 11:14