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2026.05.11 S.E. Mons. Josef Grunwidl, Arcivescovo di Wien 2026.05.11 S.E. Mons. Josef Grunwidl, Arcivescovo di Wien  (@VATICAN MEDIA)

Papst Leo empfängt neuen Wiener Erzbischof Grünwidl

Knapp vier Monate nach seiner Bischofsweihe ist der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl (63) am Montagvormittag zu seiner ersten Privataudienz von Papst Leo XIV. im Vatikan empfangen worden. Das vatikanische Presseamt bestätigte den Termin anschließend, wie üblich bei Privataudienzen ohne Angabe weiterer Informationen.

Grünwidl äußerte sich nach seinem ersten persönlichen Treffen mit dem katholischen Kirchenoberhaupt im Intervierw mit der Wiener Presseagentur Kathpress: „Es war ein sehr gutes Gespräch. Papst Leo ist, wie ja schon viele vor mir bemerkt haben, ein ausgezeichneter Zuhörer", sagte der Wiener Erzbischof demnach nach dem rund halbstündigen Gespräch. In der Privataudienz im Vatikan habe Erzbischof Grünwidl auch über die Situation der Kirche in der Erzdiözese Wien berichten können. Für derartige Gespräche ist „Vertraulichkeit vereinbart", hielt die Erzdiözese fest.

Johannes Fürnkranz (Amtsleiter Dikasterium der Glaubenslehre), Erzbischof Josef Grünwidl, Papst Leo XIV., Katharina Sevelda-Platzl (Leiterin des erzbischöflichen Sekretariats), Michael Max (Rektor der Anima)
Johannes Fürnkranz (Amtsleiter Dikasterium der Glaubenslehre), Erzbischof Josef Grünwidl, Papst Leo XIV., Katharina Sevelda-Platzl (Leiterin des erzbischöflichen Sekretariats), Michael Max (Rektor der Anima)   (@VATICAN MEDIA)

„Vertraulichkeit vereinbart“



Im Rahmen seines zweitägigen Antrittsbesuchs in Rom wollte Grünwidl auch das Grab von Papst Franziskus in der Basilika Santa Maria Maggiore besuchen und ein Gespräch in der vatikanischen Bildungsbehörde führen. 

Am Dienstag stehen für den im Jänner dieses Jahres in sein Amt eingeführten Wiener Erzbischof weitere Treffen mit Vertretern der Römischen Kurie auf dem Programm. Konkret sind Arbeitsgespräche mit den Leitern der Dikasterien für die Bischöfe und für den Klerus vorgesehen. Zum Programm Grünwidls in Rom gehören auch Gottesdienste in der deutschsprachigen Nationalkirche in Rom Santa Maria dell'Anima, sowie am Campo Santo Teutonico im Vatikan.

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Enge Verbindung Wiens mit Vatikan

Der Antrittsbesuch von Erzbischof Grünwidl unterstreiche die enge Verbindung der Erzdiözese Wien mit dem Vatikan und der Weltkirche, hatte die Erzdiözese im Vorfeld festgehalten. Die Einladung durch den Papst und die vatikanischen Behörden könne „auch als Zeichen der Wertschätzung gegenüber der katholischen Kirche in Österreich verstanden werden". Dies gelte umso mehr, als die österreichische Kirche innerhalb der Weltkirche zahlenmäßig vergleichsweise klein sei.

 Erzbischof Grünwidl mit Papst Leo
Erzbischof Grünwidl mit Papst Leo   (@VATICAN MEDIA)

Im Herbst 2025 ernannt

Papst Leo XIV. hatte Josef Grünwidl Mitte Oktober 2025 zum Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn als Erzbischof von Wien ernannt. Am 24. Jänner 2026 empfing Grünwidl im Wiener Stephansdom die Bischofsweihe und wurde in sein Amt eingeführt.

Die Erzdiözese Wien leitete Grünwidl zuvor bereits ein Jahr lang als Übergangsverwalter. Nach der Emeritierung von Kardinal Schönborn an dessen 80. Geburtstag am 22. Jänner 2025 hatte Papst Franziskus (2013-2025) den langjährigen Pfarrer und Bischofsvikar zum Apostolischen Administrator in der mit rund einer Million Katholiken größten Diözese Österreichs ernannt.

(vatican news/kap - sst)

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11. Mai 2026, 11:35