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Das Treffen mit den Ordensoberen und -oberinnen in Kamerun Das Treffen mit den Ordensoberen und -oberinnen in Kamerun  (@Vatican Media)

Papst Leo XIV. trifft Ordensobere in Kamerun

In der Nuntiatur traf Papst Leo am Freitagabend neun Ordensleute - die Mehrzahl von ihnen Frauen -, die die Nationale Konferenz der Höheren Oberen sowie die mehr als 250 im Land tätigen Institute und Kongregationen vertraten. Sie berichteten von den Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, und von ihrer Seelsorge für Jugendliche, Vertriebene, Opfer von Gewalt und Menschenhandel. Der Papst erinnerte sie daran, dass „das geweihte Leben ein wesentlicher Bestandteil des Lebens der Kirche ist“.

Nach dem intensiven dritten Tag seiner Reise in Kamerun – dem insgesamt fünften seiner Reise -, mit einer Etappe vormittags in Douala und nachmittags in Yaoundé, traf Papst Leo XIV. bei seiner Rückkehr in die Hauptstadt in der Nuntiatur eine Gruppe von neun Ordensfrauen und -männern, die die Nationale Konferenz der Höheren Oberen und die mehr als 250 in Kamerun tätigen Ordensinstitute und -kongregationen vertraten. Das teilte das Presseamt des Heiligen Stuhls über seinen Telegram-Kanal mit.

Der Papst habe „den Worten gelauscht (…), die sie an ihn richteten, ihrem Dank für den Besuch im Land und für seine Worte in diesen Tagen“. Außerdem habe er sich einen Bericht über „ihr Engagement und ihr Zeugnis an der Seite vieler Leidender im Land“ angehört, „etwa der Jugendlichen, der Vertriebenen, der Opfer von Gewalt und Menschenhandel“, sowie „das Bedürfnis der Ordensleute nach einer engeren Zusammenarbeit mit den Bischöfen und Diözesanpriestern sowie die Fragen nach der eigenen religiösen Identität, die in den Kongregationen aufkommen“.

Bei der Begegnung in der Nuntiatur
Bei der Begegnung in der Nuntiatur   (@Vatican Media)

Die Charismen fördern

An die Anwesenden richtete der Papst dann einige Worte und dankte vor allem für die Gelegenheit, die das Treffen bot: „Das geweihte Leben ist ein wesentlicher Teil des Lebens der Kirche!“, unterstrich er. Papst Leo ging auf das konkrete Thema der Beziehung zwischen dem geweihten Leben und den Bischöfen und Diözesanpriestern ein und erinnerte daran, dass zu den Schlussfolgerungen der letzten Synode der Vorschlag einer Studiengruppe zur Aktualisierung des Dokuments „Mutuae relationes“ gehörte - und dass es in diesem Sinne unerlässlich sei, die verschiedenen Charismen der in jeder Diözese vertretenen Kongregationen anzuerkennen und zu fördern.

Darüber hinaus sprach der Papst über die Ausbildung zum geweihten Leben, wobei jede Kongregation ihren eigenen Besonderheiten entsprechend vorgehen müsse, und darüber, wie wichtig ein gemeinsames Zuhören sei, damit die Kandidaten darauf vorbereitet seien, ein Leben des Opfers, der Selbsthingabe und des Dienstes in einer Gemeinschaft anzunehmen. Und er erklärte, dass bestimmte Herausforderungen - wie das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Religionen oder die Jugendpastoral - eine Reflexion innerhalb des eigenen Instituts oder der eigenen Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit den Diözesen erforderten, in der das Charisma auf jeder Ebene in den Dienst der Kirche gestellt werde.

Bei der Begegnung in der Nuntiatur
Bei der Begegnung in der Nuntiatur   (@Vatican Media)

Antwort auf die schwierigen Herausforderungen von heute

„Ihr habt die Reden dieser Tage zitiert, der Papst ist gekommen, der Papst geht wieder, aber ihr habt das Gesagte“, fügte der Papst mit Blick auf die Ansprachen hinzu, die er hinterlassen habe, und verwies auf die Verantwortung, das Gesagte aufzunehmen, darüber nachzudenken und die Botschaft des Besuchs weiterzugeben, um auf die schwierigen Herausforderungen dieser Zeit zu antworten. Und „das geweihte Leben“, schloss Leo XIV., „verlangt Mut, manchmal Radikalität in der Entscheidung, ohne Furcht zu verkünden, was Jesus uns im Evangelium lehrt, Jünger, die sich den komplexesten Problemen, den entlegensten Grenzen der Erde, den Kleinsten, den Gefangenen, denen, die am meisten Hoffnung und die Liebe Gottes brauchen, zuwenden.“

Abschließend erteilte der Papst den Anwesenden seinen Segen und betete gemeinsam mit ihnen das Vaterunser, bevor er sie einzeln verabschiedete.

Im Gespräch mit den Vertretern der Ordensleute
Im Gespräch mit den Vertretern der Ordensleute   (@Vatican Media)

(vatican news - cs)

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17. April 2026, 21:37