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Papst mit weißer Taube in Bamenda im Nordosten Kameruns Papst mit weißer Taube in Bamenda im Nordosten Kameruns

Kamerun: Papst lässt Friedenstaube steigen

Papst Leo XIV. hat in der von Konflikten geprägten Nordwest-Region Kameruns zum Frieden aufgerufen. Nach dem Friedenstreffen an diesem Donnerstagmittag mit der katholischen Gemeinschaft von Bamenda in der Kathedrale stiegen weiße Friedenstauben auf - auch Papst Leo ließ eine von ihnen fliegen.

„Meine lieben Brüder und Schwestern, heute hat der Herr uns alle dazu auserwählt, als Arbeiter Frieden in dieses Land zu bringen“, sagte der Papst in freier Rede auf Englisch an die Gläubigen. „Lasst uns alle gemeinsam zum Herrn beten:  dass wahrer Frieden unter uns herrschen möge. Dass, wenn wir diese weißen Tauben als Symbol des Friedens freilassen, Gottes Friede auf uns allen und auf diesem Land ruhen und uns alle in seinem Frieden vereint halten möge.“

„Lasst uns alle gemeinsam zum Herrn beten: dass wahrer Frieden unter uns herrschen möge. Dass, wenn wir diese weißen Tauben als Symbol des Friedens freilassen, Gottes Friede auf uns allen und auf diesem Land ruhen und uns alle in seinem Frieden vereint halten möge“

Unmittelbar davon hatte der Papst in der Kathedrale das Näherrücken zwischen den christlichen und den muslimischen Gemeinschaften in der „anglophonen Krise“ gewürdigt. Die geistlichen Führer hätten sich zusammengetan und eine Friedensbewegung gegründet, die zwischen den gegnerischen Parteien vermittle, sagte Leo anerkennend. „Ich würde mir das für so viele Orte auf der Erde wünschen! Selig sind die Friedensstifter!”, so das Kirchenoberhaupt.

Im Norden Kameruns schwelt seit Jahrzehnten die sogenannte „anglophone Krise“ zwischen dem französischsprachigen Zentralstaat und den kleineren Landesteilen, in denen die Bevölkerung Englisch spricht. 2017 eskalierten die Spannungen in bewaffneten Auseinandersetzungen, die immer wieder aufflammen. Seit 2017 starben 6.000 Menschen bei diesen Auseinandersetzungen.

(vatican news - gs)

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16. April 2026, 13:54