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Papst betont Würde und Sendung der Laien

Die Würde aller Getauften hat Papst Leo XIV. an diesem Mittwoch betont. „Das heilige Volk Gottes ist niemals eine formlose Masse, sondern der Leib Christi oder, wie Augustinus sagte, der Christus totus“, also der ‚ganze Christus‘.

Das sagte der Papst bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. Er bezog sich dabei auf den Grundlagentext „Lumen Gentium“ des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), speziell auf das Kapitel, das sich mit den Laien beschäftigt. „Wir erinnern uns alle an das, was Papst Franziskus so gerne wiederholte: ‚Die Laien sind schlicht die riesige Mehrheit des Gottesvolkes. In ihrem Dienst steht eine Minderheit: die geweihten Amtsträger‘.“

Das war ein Auszug aus der Programmschrift „Evangelii Gaudium“ des verstorbenen Papstes aus dem Jahr 2013. Leo, der diese Schrift schon mehrfach als bleibend aktuell bezeichnet hat, rief sie an diesem Mittwoch erneut in Erinnerung: als er sich hinter den Appell von Franziskus stellte, dass die Kirche eine „Kirche im Aufbruch“ sein solle.

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„Das Konzil bekräftigt die Gleichheit aller Getauften“


Jahrhundertelang habe man die Laien einfach „als diejenigen definiert, die nicht zum Klerus oder zu den Geweihten gehören“, so Papst Leo. Dagegen habe das Konzil ihre Würde neu herausgearbeitet. „Unabhängig von jeglichen Differenzen hinsichtlich des Dienstes oder des Lebensstandes bekräftigt das Konzil die Gleichheit aller Getauften. Das Konzil möchte nicht, dass vergessen wird, … dass das Wesen des messianischen Volkes in der Würde und Freiheit der Kinder Gottes besteht“.

Zur Würde aller Getauften gehört auch ihre Sendung, so der Papst weiter. Nach Angaben des Konzils seien sie „des priesterlichen, prophetischen und königlichen Amtes Christi auf ihre Weise teilhaftig“. Dementsprechend definierte Leo XIV. das Volk Gottes insgesamt als „eine organisch strukturierte Gemeinschaft, die auf der fruchtbaren Beziehung zwischen den beiden Formen der Teilhabe am Priestertum Christi beruht: dem allgemeinen Priestertum der Gläubigen und dem Amtspriestertum“.

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Das „weite Feld des Laienapostolats“


„Kraft der Taufe haben die Laien an demselben Priestertum Christi Anteil… Und die Konzilsväter haben den Ruf Christi wiederholt und alle Laien, Männer und Frauen, gerufen, in seinem Weinberg zu arbeiten.“

Das „weite Feld des Laienapostolats“ beschränke sich dabei nicht auf den Raum der Kirche, sondern erstrecke sich auf die ganze Welt, fuhr Papst Leo fort. „Die Kirche ist nämlich überall dort gegenwärtig, wo ihre Kinder das Evangelium bekennen und bezeugen: am Arbeitsplatz, in der Zivilgesellschaft und in allen menschlichen Beziehungen, dort, wo sie durch ihre Entscheidungen die Schönheit des christlichen Lebens zeigen, das hier und jetzt die Gerechtigkeit und den Frieden vorwegnimmt, die im Reich Gottes ihre Vollendung finden werden.“ Dementsprechend rief der Papst alle Laien dazu auf, „Jünger und Missionare, Apostel des Evangeliums, Zeugen des Reiches Gottes und Träger der Freude Christi zu sein“.

(vatican news – sk)

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01. April 2026, 10:28