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Papst Leo im Gebet Papst Leo im Gebet 

Papst widmet Gebet im März der globalen Abrüstung

In seinem Gebetsanliegen für den Monat März ruft das Kirchenoberhaupt die Nationen dazu auf, den Weg der Diplomatie und der Abrüstung zu wählen. Unter dem Motto „Friede sei mit euch“ mahnt der Papst, Sicherheit nicht durch Kontrolle und Furcht, sondern durch Vertrauen und soziale Gerechtigkeit zu schaffen.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Über das „Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes“ wendet sich der Papst an die Weltgemeinschaft, um die Logik der Gewalt zurückzuweisen. Gott habe die Menschen „für die Gemeinschaft geschaffen, nicht für den Krieg; für die Geschwisterlichkeit, nicht für die Zerstörung“, so Leo XIV. in seiner Botschaft zum monatlichen Gebetsanliegen für den März.

Rekordausgaben für „Projekte des Todes“

Der päpstliche Appell fällt in eine Zeit, in der die weltweiten Militärausgaben beispiellose Höhen erreicht haben. Unter Verweis auf aktuelle Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) macht der Vatikan auf die drastische Entwicklung aufmerksam: Im Jahr 2024 stiegen die globalen Rüstungsausgaben das zehnte Jahr in Folge und erreichten die Rekordsumme von 2,7 Billionen US-Dollar.

Zum Nachhören - was der Papst sagte

Dies entspricht einem Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders in Konfliktregionen wie der Ukraine oder Gebieten mit hoher Intensität bewaffneter Auseinandersetzungen liegt die Militärlast bei durchschnittlich 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Papst kontrastiert diese Zahlen mit den dringenden Bedürfnissen der menschlichen Entwicklung und dem Schutz der Schwächsten. Er fordert Staats- und Regierungschefs auf, den Mut zu finden, „Projekte des Todes aufzugeben und das Wettrüsten zu stoppen“.

Geistige Abrüstung als Basis

Leo XIV. betont jedoch, dass Abrüstung nicht nur eine Frage der ,Hardware' sei. Es gehe primär um die „Entwaffnung unserer Herzen von Hass, Groll und Gleichgültigkeit“. Wahre Sicherheit erwachse aus Solidarität unter den Völkern. Zudem wies er die nukleare Bedrohung entschieden zurück, die weiterhin die Zukunft der Menschheit als Druckmittel konditioniere.

Kontinuität der Friedenslehre

Mit diesem Anliegen setzt Leo XIV. die Linie seiner Vorgänger fort. In seiner ersten „Urbi et Orbi“-Botschaft sprach Leo XIV. bereits von einem „entwaffneten und entwaffnenden“ Frieden. Das Gebetsnetzwerk des Papstes unterstreicht, dass dieses Anliegen nicht nur eine Anklage struktureller Gewalt sei, sondern einen spirituellen Weg der persönlichen Umkehr vorschlage.

Das Gebetsnetzwerk, ein päpstliches Werk unter der Leitung der Jesuiten, umfasst weltweit mehr als 22 Millionen Menschen in 92 Ländern, die im März besonders für diese Intention beten werden.

(vatican news)

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05. März 2026, 15:04