Papst über die „demütige Herrlichkeit Gottes“
Anne Preckel - Vatikanstadt
Thema der Papst-Katechese am Petersplatz war die Verklärung des Herrn (vgl. Mt 17,1-9), als Jesus den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Tabor erschien – verwandelt in Licht und flankiert von Mose und Elija.
Lebendige Weisheit
„Das menschgewordene Wort steht zwischen dem Gesetz und der Prophetie“, formulierte Leo XIV. mit Blick auf diese Szenerie. „Er ist die lebendige Weisheit, die jedes göttliche Wort zur Vollendung bringt. Alles, was Gott den Menschen geboten und ihnen eingegeben hat, findet in Jesus seinen vollen und endgültigen Ausdruck.“
Diese Art und Weise der Offenbarung Gottes sei herrlich und feierlich, aber zugleich demütig und vertraut, führte der Papst aus, der von einer „menschlichen Herrlichkeit Gottes“ sprach:
„Wenn er sich zeigt, offenbart der Herr uns sein Übermaß: Vor Jesus, dessen Gesicht ,wie die Sonne‘ leuchtet und dessen Kleider ,weiß wie das Licht‘ werden (vgl. V. 2), bewundern die Jünger die menschliche Herrlichkeit Gottes. Petrus, Jakobus und Johannes betrachten eine demütige Herrlichkeit, die sich nicht als Spektakel für die Massen präsentiert, sondern als feierliche Vertrautheit.“
Menschliche Herrlichkeit Gottes
Die Verklärung nehme das Licht von Ostern vorweg, das Christus „auf die vom Schmerz gekreuzigten Körper“ ausstrahle. Das Böse mache unser Fleisch „zu einer Tauschware oder anonymen Masse“, Christus aber verwandele „die Wunden der Geschichte“ und „erleuchtet unseren Verstand und unser Herz“, so Leo XIV. „Seine Offenbarung ist eine Überraschung des Heils! Sind wir davon fasziniert? Findet das wahre Antlitz Gottes in uns einen Blick des Staunens und der Liebe?“, fragte er.
Um Christi Botschaft zu verstehen, brauche es eine Zeit der Stille und Umkehr, so der Papst weiter mit Verweis auf die Faatenzeit. „Während wir all dies in der Fastenzeit erfahren, bitten wir Maria, Lehrmeisterin des Gebets und Morgenstern, unsere Schritte im Glauben zu bewahren.“
(vatican news – pr)
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