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Il Papa 'Medio Oriente e Libano, ai responsabili dico, cessate il fuoco!'

Papst Leo beim Angelus: „Im Grab des Egoismus gibt es kein Leben“

Vor dem Grab des Egoismus, der Gewalt und der Oberflächlichkeit hat Papst Leo XIV. beim Angelusgebet an diesem Sonntag gewarnt. Dort gebe es kein Leben, sondern nur Verwirrung und Einsamkeit, sagte er vor rund 10.000 Menschen auf dem Petersplatz.

Birgit Pottler - Vatikanstadt

Jesus sage auch heute zu den Menschen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, erinnerte der Papst mit Blick auf das Sonntagsevangelium von der Auferweckung des Lazarus. Im auferstandenen Christus lägen Heil und Fülle des Lebens – nicht im Vergänglichen.

Papst Leo XIV.
Papst Leo XIV.   (@Vatican Media)

Materieller Besitz macht nicht unsterblich

„Seine Gnade erleuchtet diese Welt, die ständig auf der Suche nach Neuem und nach Veränderung zu sein scheint, selbst wenn dies bedeutet, wichtige Dinge – Zeit, Energie, Werte, Zuneigung – zu opfern, als ob Ruhm, materieller Besitz, Vergnügungen und flüchtige Beziehungen unser Herz erfüllen oder uns unsterblich machen könnten.“

Die Auslegung zum Sonntagsevangelium im Audio

Jeder Mensch trage das „Verlangen nach Unendlichkeit“ in sich, verwies Leo XIV. auf den Kirchenvater Augustinus. Aber: „Nichts Endliches kann unseren inneren Durst stillen, denn wir sind auf Gott hin geschaffen, und wir finden keinen Frieden, solange wir nicht in ihm ruhen“ (vgl. Confessiones, I, 1.1).

„Befreien wir unsere Herzen von Gewohnheiten, die uns wie Felsbrocken in Gräbern einschließen“

Die Erzählung von Lazarus lade daher dazu ein, das eigene Leben zu prüfen und sich von inneren „Felsblöcken“ zu befreien – von Gewohnheiten und Denkweisen, die „im Grab des Egoismus, des Materialismus, der Gewalt oder der Oberflächlichkeit“ gefangen hielten.

10.000 Menschen waren trotz Marathon und trübem Wetter gekommen
10.000 Menschen waren trotz Marathon und trübem Wetter gekommen

Liebe ohne Maß

Der Ruf Jesu „Komm heraus!“ (Joh 11,43) gelte auch heute. Er ermutige dazu, „durch seine Gnade erneuert aus diesen engen Räumen herauszutreten, um als neue Frauen und Männer […] ohne Berechnung und ohne Maß zu hoffen und zu lieben“.

(vatican news – bp)

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22. März 2026, 12:20

Das Angelus ist ein Gebet, dass in Erinnerung an das ewige Geheimnis der Menschwerdung drei Mal am Tag gebetet wird: 6 Uhr morgens, am Mittag und am Abend gegen 18 Uhr, jeweils wenn die Glocken zum Angelusgebet rufen.
Der Name ‚Angelus‘ stammt aus dem ersten Vers der lateinischen Version des Gebets - Angelus Domini nuntiavit Mariae. Es besteht aus der Lesung von drei schlichten Texten, bei denen es um die Menschwerdung Jesu Christi geht, gefolgt jeweils von einem Ave Maria.
Dieses Gebet wird vom Papst auf dem Petersplatz sonntags mittags und an Hochfesten gebetet. Direkt vor dem Gebet legt der Papst kurz die Lesungen des Tages aus. Nach dem Gebet folgen Grüße an die Pilger.
Von Ostern bis Pfingsten wird an Stelle des Angelusgebets das Regina Coeli gebetet, das an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Zum Abschluss dieses Gebets wird das „Ehre sei dem Vater“ drei Mal gesprochen.

Gebet des Angelus / Regina Caeli mit Papst

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