Papst Leo XIV. würdigt Arbeit von „Pro Petri Sede“
Mario Galgano - Vatikanstadt
Papst Leo XIV. hieß die Pilger aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden herzlich willkommen. Er erinnerte an die Wurzeln der Vereinigung: „Sie sind in der Tat die fernen Erben der päpstlichen Zuaven, die sich bedingungslos verpflichtet hatten – bis hin zur Hingabe ihres Lebens –, um die damals bedrohte Freiheit des römischen Pontifex zu verteidigen.“
Vom Schwert zum Gebet
Der Papst betonte jedoch, dass sich die Zeiten grundlegend gewandelt hätten. Heute gehe es nicht mehr darum, mit Waffen zu kämpfen oder Gewalt auszuüben. Er erinnerte an seinen Vorgänger Pius IX., der bereits vor den Mauern Roms das Blutvergießen verweigert habe – eine „prophetische Geste“, die gezeigt habe, dass der wahre Kampf geistiger Natur sei.
Heutzutage übersetze sich die Treue zum Nachfolger Petri in drei wesentliche Säulen. Zunächst das Gebet als geistiges Fundament für das Amt des Papstes, dann das Bemühen, den Gläubigen die Rolle und das Handeln des Heiligen Stuhls zu erläutern und schliesslich gehe es auch um die Caritas, also die materiellen Opfergaben für die Ärmsten der Welt.
Besondere Hilfe für Peru
Besonders berührt zeigte sich der Papst über die Entscheidung der Vereinigung, in diesem Jahr ein Projekt in seinem ehemaligen Bistum Chiclayo in Peru zu unterstützen. Der Bau eines Ausbildungszentrums für Bedürftige erlaube es ihm, „trotz der räumlichen Distanz durch den Gedanken und die Nächstenliebe diesen Menschen nahe zu bleiben“. Er übermittelte zudem den Dank des dortigen Bischofs, Edinson Farfán.
Die Freiheit des „Petrus“ in unruhigen Zeiten
In einer Welt, in der die Verkündigung des Evangeliums an vielen Orten behindert wird, unterstrich Leo XIV. die Notwendigkeit der „souveränen Freiheit“ des Papsttums. Es sei in den gegenwärtigen „unruhigen Zeiten“ von entscheidender Bedeutung, dass „Petrus“ seine völlige Freiheit bewahre, „um die Wahrheit zu sagen, Ungerechtigkeit anzuprangern, die Rechte der Schwächsten zu verteidigen, den Frieden zu fördern und vor allem Jesus Christus zu verkünden“.
Abschließend dankte der Papst den Mitgliedern für ihr Gebet, das ihm „großen Trost bei der Ausübung seines Amtes“ spende, und erteilte ihnen sowie ihren Familien den apostolischen Segen.
Hintergrund: Wer ist Pro Petri Sede?
Die Vereinigung wurde ursprünglich zur Unterstützung des Papstes in Zeiten der militärischen Bedrohung des Kirchenstaates gegründet. Heute konzentriert sie sich auf die finanzielle Unterstützung der sozialen Werke des Papstes (Peterspfennig), die Förderung der päpstlichen Lehrentscheidungen in den Heimatländern der Mitglieder, sowie regelmäßige Wallfahrten zum Heiligen Stuhl (alle drei Jahre).
(vatican news)
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