Leo XIV. im Gebet Leo XIV. im Gebet  (ANSA)

Papst über Exerzitien: „Tiefgreifende spirituelle Erfahrung"

Auf eine Woche gemeinsamer Exerzitien zurückblickend hat sich Papst Leo XIV. am Freitagabend in freier Rede an die Römische Kurie gewandt. Am Ende einer Vesperfeier im Apostolischen Palast hob er dabei die Bedeutung des Gemeinschaft und des Gebetes für das kirchliche Leben hervor.

Dankend wandte sich der Papst an den norwegischen Zisterzienser-Bischof Erik Varden, der die Meditationen in der Paulinischen Kapelle während der Exerzitien-Woche leitete. Er habe geholfen, eine „tiefgreifende spirituelle Erfahrung zu machen, die so wichtig für unseren Fastenweg ist“, so der Papst, der sich direkt an den Prediger wandte: „Ihre Weisheit, Ihr Zeugnis und das des klösterlichen Lebens des heiligen Bernhard, der Reichtum Ihrer Betrachtungen werden uns noch lange Zeit ein Segen, eine Quelle der Gnade und eine Quelle der Begegnung mit Jesus Christus sein.“

Zum Nachdenken angeregt worden

Er sei „persönlich in manchen Momenten besonders zum Nachdenken angeregt worden“, so Leo XIV., der mitteilte, wie er die Exerzitien erlebte – etwa bei den Ausführungen des Predigers zur Wahl von Papst Eugen III. und den Worten des heiligen Bernhard: „Was hast du getan? Gott sei dir gnädig.“

Die Exerzitien starteten am 22. Februar
Die Exerzitien starteten am 22. Februar   (ANSA)

Auch habe er an den Tag seiner Wahl am 8. Mai zurückgedacht, als sich die Kardinäle in der Paulinischen Kapelle zur Eucharistiefeier versammelten, unter der Inschrift aus dem Brief des heiligen Paulus an die Philipper: „Denn für mich ist Christus das Leben, und Sterben ein Gewinn.“ Dazu merkte Leo XIV. nachdenklich an: „In diesem Kontext und im Geiste der Gemeinschaft versammeln wir uns alle, um zusammenzuarbeiten, doch manchmal auch sehr getrennt voneinander. Das gemeinsame Gebet ist, denke ich, ebenfalls ein sehr wichtiger Moment in unserem Leben, in dem wir über viele Themen nachdenken, die für unser Leben und für die Kirche wichtig sind.“

Zisterzienser-Bischof Erik Varden bei einer Meditation vor dem Papst
Zisterzienser-Bischof Erik Varden bei einer Meditation vor dem Papst   (ANSA)

Gemeinschaft und Gebet

Der Papst nannte dann, die gemeinsame Exerzitien-Woche reflektierend, „einige Punkte, denen ich zustimme“, wie er formulierte. „Zum Beispiel die Bezugnahme auf den Kirchenlehrer John Henry Newman und sein Gedicht ,Der Traum des Gerontius‘, in dem Newman den Tod und das Gericht des Gerontius als Prisma nutzt, durch das der Leser seine eigene Todesangst und sein Gefühl der Unwürdigkeit vor Gott ergründet.“

Auch „Aspekte wie Freiheit und Wahrheit“ seien „wichtig für unser Leben“, fuhr der Papst fort. Erneut den Paulusbrief an die Philipper aufgreifend hob er hervor, dass das Wort Gottes eine Einladung sei: „Darum lebt so, wie es dem Evangelium Christi würdig ist“.

Leo XIV. dankte zudem den Mitarbeitern des Amtes für Liturgische Feiern, die das Material für die Fastenexerzitien vorbereitet haben, sowie dem Chor, der zur musikalischen Gestaltung beigetragen hat. Musik helfe „auf eine Weise, die Worte nicht vermögen, und erhebt unsere Herzen zum Herrn“, formulierte der Papst. „Vielen Dank also an Sie alle für Ihre Anwesenheit und Teilnahme in diesen Tagen“, so Leo XIV., der die Anwesenden segnete.

(vatican news – pr)
 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

27. Februar 2026, 20:31