Leo XIV.: Inkulturation ist Sendung der Kirche
Jede kirchliche Handlung müsse den Menschen in eine lebendige Beziehung zu Christus führen und ihn im Alltag erfahrbar machen. „Daraus folgt“, so Leo XIV. „dass die kulturelle Wirklichkeit derer, die die Botschaft empfangen, nicht ignoriert werden kann“. Die Weitergabe des Glaubens könne in vielen Regionen Amerikas und der Welt „nicht als selbstverständlich vorausgesetzt“ werden, so der Papst. Es brauche daher „eine Inkulturation, die mit diesen komplexen kulturellen und anthropologischen Realitäten in Dialog tritt, ohne sie unkritisch zu übernehmen, sodass ein erwachsener und reifer Glaube geweckt wird, der auch in anspruchsvollen und oft widrigen Kontexten Bestand hat“.
Lektion göttlicher Pädagogik
Inkulturation sei ein „anspruchsvoller und läutender Prozess“, unterstrich der Papst. Die Jungfrau von Guadalupe gebe mit ihrer Erscheinung „eine Lektion göttlicher Pädagogik“: „In ihr wird keine Kultur kanonisiert oder absolut gesetzt, aber auch nicht ignoriert oder verachtet: Sie wird angenommen, gereinigt und verwandelt, damit sie zu einem Ort der Begegnung mit Christus wird“. Maria mache „Gottes Nähe sichtbar“ und biete sie an, „ ohne Gewalt und ohne Zwang“. Die Kirche sei berufen, „den wahren Gott zu verkünden, für den man lebt – ohne ihn aufzuzwingen, aber auch ohne die radikale Neuheit seiner heilbringenden Gegenwart zu verwässern“, so Leo XVI. in der Botschaft.
Der dreitägige Kongress findet noch bis 26. Februar in Mexiko-Stadt statt.
(vatican news – bp)
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