Seine erste Auslandsreise führte Papst Leo am Jahresende 2025 in die Türkei und den Libanon Seine erste Auslandsreise führte Papst Leo am Jahresende 2025 in die Türkei und den Libanon  (ANSA)

Auslandsreisen des Papstes: Afrika, Spanien und Monaco

Die an diesem Mittwoch angekündigten Apostolischen Reisen von Papst Leo XIV. führen ihn zehn Tage nach Afrika – nach Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea –, für einen Tag nach Monte Carlo sowie für sechs Tage nach Spanien mit Stationen in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln.

von Vatican News

Eine zehntägige Reise nach Afrika und zwei Reisen innerhalb Europas – eine eintägige Visite im Fürstentum Monaco und ein sechstägiger Besuch in Spanien sowie auf der spanischen Inselgruppe der Kanaren – nach der bedeutenden Reise in die Türkei und den Libanon Ende 2025 und nach der Ankündigung der nächsten Reisen innerhalb Italiens, die ihn bis nach Lampedusa führen werde, nimmt Papst Leo seine Pilgerreisen durch die Welt wieder auf. Dies teilte das Presseamt des Heiligen Stuhls an diesem Mittwoch mit.

Auf den Spuren des hl. Augustinus und nach Zentralafrika

Die längste Reise – vom 13. bis 23. April – führt ihn auf die Spuren des heiligen Augustinus nach Algerien (Algier und Annaba). Anschließend besucht er in Zentralafrika Kamerun (Yaoundé, Bamenda und Douala), Angola (Luanda, Muxima und Saurimo) und schließlich Äquatorialguinea (Malabo, Mongomo und Bata). Es handelt sich um eine komplexe Reise, die zweierlei ist: eine Reise in Erinnerung an den Bischof von Hippo, dem Papst Leo besonders verbunden ist, und die Begegnung mit zwei Entwicklungsländern mit besonderem Augenmerk auf die Ärmsten, die Bedürftigen und jene, die sich um sie kümmern. Auch der Einsatz für den Frieden wird ein zentrales Anliegen sein: Leo XIV. wird die anglophone Region im Norden Kameruns aufsuchen, wo seit zehn Jahren Bürgerkrieg zwischen den offiziellen Streitkräften und Unabhängigkeitsbewegungen herrscht. Letzte Station ist Äquatorialguinea, das einzige spanischsprachige Land Afrikas. Was die Dauer angeht, kommt diese Reise der Afrikareise von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1985 nahe; er besuchte dabei in elf Tagen sieben Länder.

Stippvisite im katholischen Fürstentum

Den Auftakt der Auslandsreisen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 bildet eine eintägige Kurzreise am 28. März ins Fürstentum Monaco, unmittelbar vor dem Beginn der Karwoche. Leo XIV. kommt damit wiederholten Einladungen der monegassischen Behörden nach, zunächst an Papst Franziskus und dann an ihn selbst. Im Fürstentum ist der Katholizismus Staatsreligion und der Dialog zwischen staatlichen Institutionen und Kirche hat auch im öffentlichen Diskurs konkrete Bedeutung. Bedeutend ist auch das Engagement Monacos für den Frieden. Das Fürstentum wird zum ersten Mal in der Neuzeit einen Papst empfangen.

Kontraste in Spanien: Kunst und Flüchtlingsroute

Schließlich reist Leo XIV. vom 6. bis 12. Juni nach Spanien: Zunächst in die Hauptstadt Madrid, anschließend nach Barcelona, wo er den neuen und höchsten Turm der Sagrada Familia einweihen wird, der monumentalen Basilika, die die Skyline der katalanischen Metropole neu geprägt hat. Der Besuch fällt in das hundertste Todesjahr des genialen Architekten Antoni Gaudí, der die Basilika „erträumte“ und mit ihrem Bau begann. Im vergangenen Jahr wurde er zum ehrwürdigen Diener Gottes erklärt. Von Barcelona wird sich der Papst auf die Kanarischen Inseln begeben – eine Reise, die bereits Papst Franziskus am Herzen lag, wie im Januar der Madrider Erzbischof Kardinal José Cobo Cano betonte. Vorgesehen sind zwei Stationen: Teneriffa und Gran Canaria.

Bei diesen drei Reisen wird der Bischof von Rom sehr unterschiedliche Länder und Situationen kennenlernen: Von einem muslimisch geprägten Staat wie Algerien, in dem die Christen eine kleine Minderheit und zugleich ein Same der Geschwisterlichkeit sind, geht es durch mehrheitlich christliche Länder im Herzen Afrikas mit ihren Herausforderungen und ihrem freudigen Glaubenszeugnis. Er wird einen kurzen Besuch im nach dem Vatikan zweitkleinsten Staat der Welt an der Côte d’Azur machen und anschließend in ein großes europäisches Land reisen, dessen Identität stark vom christlichen Glauben geprägt wurde, das jedoch zugleich die Folgen der Säkularisierung spürt. Den Abschluss bilden die Kanarischen Inseln – auf einer der wichtigsten Migrationsrouten von Afrika nach Europa, mit Zehntausenden Ankünften über das Meer pro Jahr.

(vatican news - bp)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

25. Februar 2026, 12:05