Papst tauscht sich mit lateinamerikanischen Unternehmern aus

Papst Leo XIV. hat sich an diesem Samstagmorgen im Rahmen eines „synodalen Treffens“ im Vatikan mit Unternehmern aus dem Energie- und Rohstoffsektor ausgetauscht, die in Lateinamerika und der Karibik tätig sind.

Über den Besuch der kleinen Gruppe informierte die Päpstliche Kommission für Lateinamerika. Hintergrund des Treffens sei das Anliegen des Papstes, „durch Dialog und Begegnung Brücken zu bauen und gemeinsam als Volk stets auf den Frieden hinzuarbeiten“, heißt es in der Mitteilung. Leo XIV. setze damit eine unter seinem Franziskus begonnene Initiative fort.

In dem Kommuniqué ist von einem Spannungsverhältnis der wirtschaftlichen Entwicklung und dem damit verbundenen Abbau kritischer Rohstoffe in der Region sowie Forderungen nach sozialer und Klima-Gerechtigkeit die Rede. Letztere seien Voraussetzung für „ein gutes und reichhaltiges Leben für alle“. In diesem Kontext suche die Lateinamerika-Kommission den Austausch mit Unternehmern, „um aus ihrer Perspektive zu erfahren, welche Gefahren und Chancen sich für den Sektor in Lateinamerika und der Karibik ergeben, um gemeinsam zu erörtern, was zu erwarten, zu fördern und zu erwarten ist“.

Bereits siebtes Treffen

Der Austausch von diesem Samstag sei der bereits siebte in einem Prozess, der 2022 im Rahmen der Initiative „Brücken bauen” unter der Leitung der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika im Pontifikat von Papst Franziskus begonnen worden sei. Bereits damals wurde der Prozess auch von Robert Prevost begleitet: der heutige Papst war als damaliger Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe (seit 2023) qua Amt auch Präsident der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika.

Bei den Treffen wolle man „Brücken der Inklusion mit Universitäten; Brücken der Versöhnung mit Gewerkschaften, Unternehmerverbänden und organisierten Gemeinschaften; und Brücken der Geschwisterlichkeit mit den regionalen Bischofskonferenzen und kirchlichen Konferenzen“ bauen. Themen wie Umwelt- und Klimaschutz und menschenwürdige Arbeit kämen dabei zur Sprache. Außerdem bemühe man sich, „eine soziale Gemeinschaftsentscheidung zwischen Vertretern der verschiedenen regionalen Organisationen gemäß der Soziallehre des Papstes zu treffen und zu versuchen, Prozesse für einen gerechten Übergang einzuleiten“.

Gerechter Übergang

In den letzten fünf Jahren hätten sechs Synodentreffen zwischen Bischöfen und verschiedenen Akteuren aus Amerika stattgefunden, informierte die Lateinamerika-Kommission weiter, darunter mit Studierenden und Wissenschaftlern, Universitäts-Rektoren der Region sowie Gewerkschaften und Unternehmerverbänden Lateinamerikas und der Karibik. Dabei sei der Vorschlag gemacht worden, dass Vertreter von drei der in der Region tätigen Sektoren ein Treffen mit dem Papst haben könnten. Das Treffen von diesem Samstag hätte bereits vor einem Jahr mit Papst Franziskus stattfinden sollen, sei aber wegen des Gesundheitszustandes des damaligen Papstes jedoch verschoben und letztlich auf den 24. Januar 2026 verlegt worden.

(vatican news – pr)
 

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24. Januar 2026, 15:42