Demonstration gegen die iranische Regierung - Frankfurt, 10.1.2026, Agenturbild Demonstration gegen die iranische Regierung - Frankfurt, 10.1.2026, Agenturbild  (ANSA)

Papst Leo XIV. mahnt Ende der Gewalt im Iran und Syrien an

Papst Leo XIV. sorgt die Gewalt in Syrien und dem Iran: „Meine Gedanken sind bei den Ereignissen dieser Tage im Nahen Osten, insbesondere im Iran und in Syrien, wo anhaltende Spannungen den Tod vieler Menschen fordern. Ich wünsche und bete dafür, dass mit Geduld der Dialog und der Frieden gepflegt werden, um das Gemeinwohl der gesamten Gesellschaft zu verfolgen", sagte das katholische Kirchenoberhaupt diesen Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

In der syrischen Hauptstadt Aleppo gab es in den vergangenen Tagen die schwersten Kämpfe seit dem Ende des syrischen Bürgerkriegs. Laut Medienberichten von diesem Sonntag wurde nun in der syrischen Millionenstadt ein Waffenstillstand zwischen den Regierungstruppen und den kurdischen Kämpfern erreicht. Ein Waffenstillstand vom Freitag hatte nicht gehalten. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurden Dutzende Menschen getötet. Laut Al-Dschasira flohen mehr als 160.000 Menschen vor den Kämpfen. Im Iran hat die Regierung das Internet gesperrt; weswegen Informationen nur spärlich verfügbar sind. Bei den Protesten gegen die autoritäre Führung in Iran sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mittlerweile mindestens 192 Menschen getötet worden. Wie Iran Human Rights (IHR) mitteilt, wurde der in Norwegen ansässigen Organisation bislang die Tötung dieser Zahl von Demonstranten bestätigt. Menschenrechtsorganisationen berichten zudem von etwa 2.600 Verhaftungen bei den jüngsten Demonstrationen im Iran.

Zum Hören: Papst Leo XIV. mahnt Ende der Gewalt im Iran und Syrien an (Audio-Beitrag von Radio Vatikan)

Friede auch für die Ukraine

Papst Leo XIV. lancierte bei seinem Mittagsgebet vor 25.000 Gläubigen auf dem Petersplatz auch einen weiteren Friedensappell für die Ukraine:  

In der Ukraine treffen neue, besonders schwere Angriffe, die vor allem auf die Energieinfrastruktur gerichtet sind, gerade jetzt, wo die Kälte immer härter wird, die Zivilbevölkerung schwer. Ich bete für die Leidenden und erneuere meinen Appell, die Gewalt zu beenden und die Bemühungen um Frieden zu intensivieren." 

Stromausfall durch die jüngsten russischen Raketen- und Drohnenangriffe in Kyiv am 10. Januar 2026
Stromausfall durch die jüngsten russischen Raketen- und Drohnenangriffe in Kyiv am 10. Januar 2026

„In der Ukraine treffen neue, besonders schwere Angriffe, die vor allem auf die Energieinfrastruktur gerichtet sind, gerade jetzt, wo die Kälte immer härter wird, die Zivilbevölkerung schwer. Ich bete für die Leidenden und erneuere meinen Appell, die Gewalt zu beenden und die Bemühungen um Frieden zu intensivieren“

Gebet für Neugeborene und Täuflinge

Die katholische Kirche begeht diesen Sonntag das Fest Taufe des Herrn. Zu diesem Anlass hatte Papst Leo am Morgen einige Neugeborene getauft - es waren 20 Kinder von Vatikanangestellten.

  (@Vatican Media)

„Besonders bete ich für die Kinder, die unter schwierigeren Bedingungen geboren wurden, sowohl was ihre Gesundheit als auch die äußeren Gefahren betrifft. Die Gnade der Taufe, die sie mit dem Ostergeheimnis Christi verbindet, möge in ihnen und ihren Familien wirksam werden“

„Nun möchte ich meinen Segen auf alle Kinder ausdehnen, die in diesen Tagen in Rom und auf der ganzen Welt getauft wurden oder getauft werden, und sie dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria anvertrauen. Besonders bete ich für die Kinder, die unter schwierigeren Bedingungen geboren wurden, sowohl was ihre Gesundheit als auch die äußeren Gefahren betrifft. Die Gnade der Taufe, die sie mit dem Ostergeheimnis Christi verbindet, möge in ihnen und ihren Familien wirksam werden", sagte Papst Leo XIV. zum Ende seines Mittagsgebets am Petersplatz. 

(vatican news/*agenturen - sst)

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11. Januar 2026, 12:45