Papst Leo hört Weihnachtskonzert in der Sixtinischen Kapelle
Gudrun Sailer – Vatikanstadt
Der Papst bedankte sich am Ende bei seinem Chor, der aus professionellen erwachsenen Sängern und Sängerknaben besteht. Die Sprache der Musik spreche „nicht nur zum Geist, sondern auch zum Herzen“, sagte Leo. Zum Einzug wurde ein weihnachtlicher gregorianischer Choral gesungen. Es folgten Motetten des Renaissance-Komponisten Pierluigi da Palestrina, der im 16. Jahrhundert den Papstchor geleitet und zahllose eigene Werke vorgelegt hatte. Auf dem Programm standen auch zeitgenössische sakrale Weihnachtslieder unter anderem von Giuseppe Liberto und Kardinal Domenico Bartolucci, beide waren Direktoren der Päpstlichen Musikkapelle gewesen.
„Ohne Lieder gibt es kein Weihnachten“, sagte der Papst in seiner kurzen Dankesrede an den Chor der Sixtinischen Kapelle. „Überall auf der Welt, in jeder Sprache und Nation, wird das Ereignis von Bethlehem mit Musik und Gesang gefeiert.“ Schließlich berichte das Evangelium selbst, dass bei der Geburt Jesu die Engel singend den Wunsch nach Frieden auf Erden verkündet hätten.
Leo widmete das Weihnachtskonzert in seiner Kapelle, in der er am 8. Mai 2025 zum Papst gewählt worden war, „den Kindern, die in vielen Teilen der Welt dieses Weihnachtsfest ohne Lichter, ohne Musik, ohne das Nötigste für ein menschenwürdiges Leben und ohne Frieden erlebt haben. Der Herr, dem wir heute Abend unsere Lobgesänge darbringen wollten, möge das stille Seufzen dieser Kinder erhören und der Welt durch die Fürsprache der Jungfrau Maria Gerechtigkeit und Frieden schenken“, sagte der Papst. Vor dem Schlussegen lud er alle Anwesenden, darunter Kardinäle und Bischöfe in den ersten Reihen, zum Singen des Vaterunsers auf Latein ein.
Die Päpstliche Musikkapelle „Sixtina“ ist der Chor, der für den musikalischen Dienst bei den liturgischen Feiern des Papstes in Rom zuständig ist. Er blickt auf eine rund 1500-jährige Geschichte zurück und ist damit nach eigenen Angaben der älteste noch aktive Chor der Welt. Die etwa 30 Sängerknaben der „Sixtina“ werden in einer eigenen Schule in Rom ausgebildet. Chordirektor ist der brasilianische Priester Marcos Pavan.
(vatican news – gs)
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