Papst Leo wird Fußwaschung wieder im Lateran vornehmen
Das ergibt sich aus dem Liturgieplan, den die Präfektur des päpstlichen Hauses jetzt publiziert hat. In der Lateranbasilika, der Kathedrale des Bischofs von Rom, feiern die Päpste üblicherweise die Abendmahlsmesse. Diese Tradition, die unter Franziskus unterbrochen war, greift Leo XIV. nun wieder auf.
Der Ritus der Fußwaschung, der von Pius XII. 1955 zum Bestandteil der Liturgie am Gründonnerstagabend wurde, ist einer der emotionalen Höhepunkte der Zeremonien in der Karwoche. Er erinnert an die Fußwaschung, die Jesus beim letzten Abendmahl nach Darstellung des Johannesevangeliums an seinen zwölf Aposteln vorgenommen hat (Joh 13,1-20). Beim letzten Evangelisten ersetzt der Bericht über die Fußwaschung sogar den sogenannten Einsetzungsbericht; dadurch erhält er untergründig einen engen Bezug zur Eucharistie.
Einer der emotionalen Höhepunkte der Zeremonien in der Karwoche
Franziskus betonte in den zwölf Jahren seines Papstseins die soziale Komponente des Ritus. Er führte ihn an Migranten oder Häftlingen aus, darunter auch an Angehörigen anderer Religionen, und führte ein, dass für Fußwaschungen ausdrücklich auch Frauen in Frage kommen. An seinem letzten Gründonnerstag besuchte der schwerkranke Franziskus 2025 das römische Gefängnis „Regina Coeli“; er starb vier Tage später.
Der Gründonnerstag ist der einzige Tag, an dem ausdrücklich zwei heilige Messen vorgesehen sind. Den Auftakt setzt morgens die Chrisam-Messe, bei der das heilige Öl geweiht wird, welches im Lauf der kommenden zwölf Monate bei Sakramenten zum Einsatz kommt. Die Chrisam-Messe um 9.30 Uhr wird Leo XIV. am 2. April, wie üblich, im Petersdom zelebrieren. Die Abendmahlsmesse um 17.30 Uhr feiert er hingegen in San Giovanni in Laterano.
(vatican news – sk)
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