Neuer Hirtenstab für Papst Leo
Anders als ein Bischofsstab, der im oberen Teil eine Krümme aufweist, ist der Hirtenstab des Papstes im oberen Teil gerade: ein Hinweis auf seine Autorität über die ganze Weltkirche. Der neue Papststab erinnert mit seiner Darstellung Jesu am Kreuz an den Hirtenstab von Johannes Paul II. (1978-2005); dabei sind aber die Hinweise auf die Auferstehung stärker herausgearbeitet worden, wie das Liturgische Büro erläutert.
Darstellung des auferstehenden Christus
„Christus wird nicht mehr mit den Nägeln der Passion dargestellt, sondern mit seinem glorifizierten Körper, der aufsteigt zum Vater. Wie bei seinen Erscheinungen zeigt der Auferstandene den Seinen die Wunden des Kreuzes als leuchtende Zeichen des Sieges, der den menschlichen Schmerz zwar nicht ungeschehen macht, ihn aber in einer Morgenröte göttlichen Lebens übersteigt.“
Eine sogenannte „Ferula pontificalis“ (Päpstlicher Hirtenstab) ist seit dem Spätmittelalter bezeugt. Sie wurde einem neugewählten Papst überreicht, während er von seiner Kathedra in der Basilika San Giovanni in Laterano Besitz ergriff. In einer päpstlichen Liturgie kommt eine „Ferula“ nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Der hl. Paul VI. (1963-1978) trat beim Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 erstmals mit einem Hirtenstab mit der Darstellung des Gekreuzigten auf.
(vatican news – sk)
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