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Mäh! Agnes-Lämmchen beim Papst

Unter Papst Franziskus war die Tradition unterbrochen worden, Leo XIV. hat sie nun wieder aufgenommen: Am Fest der hl. Agnes am Mittwoch wurden ihm zwei Lämmchen in den Apostolischen Palast gebracht.

Die Wolle der beiden Tiere wird für die Pallien verwendet, die Schulterbänder also, die Metropolitan-Erzbischöfe und auch der Papst tragen dürfen. In der Agnes-Basilika an der römischen Ausfallstraße Via Nomentana waren die Lämmchen bereits gesegnet worden; in der Kapelle Urbans VIII. im Apostolischen Palast sprach Papst Leo nun ein Gebet über sie – und streichelte eines der beiden Lämmchen am Kinn.

Alte römische Tradition

Die Segnung der Agnes-Lämmer soll auf eine frühe christliche Tradition zurückgehen. Angeblich war schon das Grab der heiligen Agnes, die an der Wende vom ersten zum zweiten Jahrhundert das Martyrium erlitt, im vierten Jahrhundert mit der Darstellung eines Lammes geschmückt. Eine erste Segnung von Lämmern an ihrem Grab ist offenbar schon für das 6. Jahrhundert bezeugt.

Der Papst und die Lämmchen

Die Pallien (Singular: Pallium) aus weißer Wolle sind mit sechs schwarzen Kreuzen verziert. Sie versinnbildlichen die Autorität eines Metropolitan-Erzbischofs in seiner Ortskirche. Jedes Jahr am 29. Juni, dem Hochfest Peter und Paul, überreicht der Papst neu ernannten Metropolitan-Erzbischöfen im Petersdom das Pallium.

(vatican news – sk)

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22. Januar 2026, 11:51