Taizé: Papst Leo XIV. würdigt ökumenisches Jugendtreffen in Paris
Mario Galgano - Vatikanstadt
Wenn an diesem Sonntag tausende junge Menschen aus ganz Europa in der französischen Hauptstadt zum jährlichen Treffen der Gemeinschaft von Taizé zusammenkommen, geschieht dies mit dem ausdrücklichen Segen des Papstes. In einer Botschaft, die von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet wurde, versichert Leo XIV. den Jugendlichen seine geistliche Nähe und würdigt die Begegnung als neue Etappe auf dem „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“.
Eine Stadt der Heiligen und der Gastfreundschaft
Der Papst erinnert daran, dass Frère Roger, der Gründer von Taizé, diesen Pilgerweg vor fast einem halben Jahrhundert in eben dieser Stadt Paris initiiert hat. Er freue sich, dass die Jugendlichen in einer Stadt tagen, die durch ein reiches religiöses Erbe und das Zeugnis zahlreicher Heiliger geprägt sei.
Besonders hob das katholische Kirchenoberhaupt die „großzügige Gastfreundschaft“ hervor, welche die Jugendlichen in Paris durch Gläubige aller Horizonte und Menschen guten Willens erfahren. In einer Zeit, die für die Menschheit von schweren Prüfungen gezeichnet ist, sei dies eine „starke Botschaft an die Welt“.
Die Suche nach dem Wesentlichen
Das diesjährige Thema, das vom Prior von Taizé, Frère Matthew, gewählt wurde, lautet: „Was suchst du?“. Papst Leo XIV. lädt die jungen Teilnehmer ein, diese existenzielle Frage nicht zu fürchten, sondern sie im Gebet und im Schweigen vor Gott zu tragen. „Christus geht an eurer Seite und lässt sich von denen finden, die ihn aufrichtigen Herzens suchen“, heißt es in dem Schreiben.
Pilger des Vertrauens in einer Welt der Gewalt
Die Botschaft verknüpft das Treffen auch mit dem Ende des Heiligen Jahres und dem Gedenken an das Konzil von Nicäa vor 1.700 Jahren. Der Papst erinnerte an seine Worte beim jüngsten ökumenischen Gebetstreffen in Iznik: „Versöhnung ist heute ein Ruf, der von der gesamten Menschheit ausgeht, die unter Konflikten und Gewalt leidet.“
Die Jugendlichen werden ermutigt, zu „Pilgern des Vertrauens“ und „Handwerkern des Friedens und der Versöhnung“ zu werden. Sie seien gerufen, eine „demütige und freudige Hoffnung“ in ihr Umfeld zu tragen. Mit der Anrufung der Jungfrau Maria schließt die Botschaft und erteilt der Gemeinschaft von Taizé sowie allen Teilnehmern den apostolischen Segen.
(vatican news)
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