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Franziskus Ende Oktober bei der Abschlussmesse der ersten Plenarversammlung der Weltsynode in Rom Franziskus Ende Oktober bei der Abschlussmesse der ersten Plenarversammlung der Weltsynode in Rom  (Vatican Media)

Papst: „Sorge“ über deutschen Reformkurs

Papst Franziskus hat von neuem Sorge über die Reformvorstellungen der katholischen Kirche in Deutschland geäußert. In einem Brief, über den die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, erklärt er erneut, dass der geplante Synodale Rat in der geplanten Form „mit der sakramentalen Struktur der katholischen Kirche nicht in Einklang zu bringen ist“.

Das Schreiben mit Datum 10. November ist – mit Franziskus‘ eigenhändiger Unterschrift – die Antwort auf ein Schreiben von vier deutschen Katholikinnen, unter ihnen zwei Theologie-Professorinnen. Der Papst geht auf ihre, wie er referiert, „Bedenken angesichts der aktuellen Entwicklungen der Kirche in Deutschland“ ein. Wörtlich schreibt Franziskus: „Auch ich teile diese Sorge über die inzwischen zahlreichen konkreten Schritte, mit denen sich große Teile dieser Ortskirche immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen“. 

Dazu gehöre auch die vor kurzem erfolgte Bildung eines Synodalen Ausschusses, der einen Synodalen Rat vorbereiten soll, um die Beschlüsse des „Synodalen Wegs“ der katholischen Kirche in Deutschland zu verstetigen. Genannter Ausschuss wurde am 10. November - dem Datum des Briefes - in Essen gebildet. Ein Synodaler Rat sei jedoch „in der im entsprechenden Beschlusstext umrissenen Form mit der sakramentalen Struktur der katholischen Kirche nicht in Einklang zu bringen“, darum habe der Heilige Stuhl dessen Einrichtung mit einem Brief vom 16. Januar 2023, den er, Franziskus, ausdrücklich gebilligt habe, „untersagt“. 

„Das Heil nicht in immer neuen Gremien suchen“

Hier im Audio

Der Papst rät den Katholiken in Deutschland, mehr auf Gebet, Buße, Anbetung und das Herausgehen zu den Menschen zu setzen, „anstatt das ‚Heil‘ in immer neuen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern“. Der Brief des Papstes ist auf Deutsch verfasst und bittet seine Adressatinnen auch noch um Gebet „für unser gemeinsames Anliegen der Einheit“.

Bei einer Plenarversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt
Bei einer Plenarversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt   ((Foto: Synodaler Weg / Maximilian von Lachner))

Schnelle Antwort auf Brief von vier Katholikinnen

Nach Angaben der Tageszeitung „Die Welt“ antwortet der Brief des Papstes auf ein Schreiben vom 6. November. Darin hätten die Theologinnen Katharina Westerhorstmann und Marianne Schlosser, die Journalistin Dorothea Schmidt sowie die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz sich angesichts des „Synodalen Wegs“ besorgt über die Einheit der Ortskirche in Deutschland mit Rom geäußert. Franziskus hat schon mehrfach deutliche Skepsis gegenüber dem Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland gezeigt; in einem „Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ vom Juni 2019 hatte er schon vor dem eigentlichen Start des „Synodalen Wegs“ vor der Vorstellung gewarnt, „die beste Antwort angesichts der vielen Probleme und Mängel bestehe in einem Reorganisieren der Dinge, in Veränderungen und in einem ‚Zurechtflicken‘.

(vatican news – sk)

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21. November 2023, 11:09
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