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Der Reiseführer „Religiöse Orte in Salzburg“ lädt zu einem Religiös-spiritueller Spaziergang durch Salzburg ein. Der Reiseführer „Religiöse Orte in Salzburg“ lädt zu einem Religiös-spiritueller Spaziergang durch Salzburg ein. 

Österreich: Religiös-spiritueller Rundgang durch Salzburg

Salzburger Religionsgeschichte kann man mit dem neuerschienenen Stadtführer „Religiöse Orte in Salzburg“ ab sofort zu Fuß erkunden. Vom Christentum über Orthodoxie und Buddhismus bis zum Alpenschamanismus stellt der Reiseführer 13 Religionen und spirituelle Gruppierungen der Barockstadt vor. Dies berichtet die kap an diesem Dienstag.

 

Der in diesem Juni im Verlag Anton Pustet erschienene Reiseführer lädt zu eine etwa zweistündige religiös-spirituelle Erkundungstour durch Salzburgs Altstadt ein. Zu den 13 vorgestellten Stationen gehören neben traditionellen Sakralbauten ebenso alternative Plätze zur spirituellen Ausübung. Nach den Herausgebern Alexandra Embacher und Martin Rötting, Professor für Religious Studies, sei trotz der Dominanz von Kirchen und Klöstern im Stadtbild der Mozartstadt nur auf dem ersten Blick rein katholisch.

13 Stationen, 13 Religionen und spirituelle Gemeinschaften

Der kompakte Reiseführer, inklusive ausklappbaren Stadtplan führt durch 2.500 Jahre Salzburger Religionsgeschichte. Die Tour beginnt bei der römisch-katholischen Benediktinerinnenabtei Stift Nonnenberg. Von dem ältesten ununterbrochenen bestehenden Frauenkloster Mitteleuropas geht es weiter zum „römisch-katholischen-Herzen der Stadt“, dem Salzburger Dom. In der Judengasse 15 stand vermutlich die erste Synagoge, heute findet man dort allerdings ein Altstadthotel. Über den Mönchsberg als zentralen Ritual- und Meditationsort der Salzburger Buddhisten geht es weiter zur St. Markus Kirche (im Volksmund Ursulinenkirche). Seit 1999 ist dort die ukrainisch-griechisch-katholische Kirche beheimatet. Von der im Bärengässchen befindlichen Loretto-Gemeinschaft, eine junge Bewegung innerhalb der katholischen Kirche, geht der Rundgang weiter zur evangelischen Christuskirche. Von dem Wahrzeichen Salzburgs bummelt man weiter in eine der schönsten Barockanlagen Österreichs. Im Mirabellengarten bietet die Falun-Gong-Bewegung Mobilisationsübungen an. Im Schloss Mirabell befindet sich mit der Altkatholischen Kirche eine weitere Station. Die hinduistisch inspirierte Gemeinschaft um Sri Chinmoy, welche die Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen verbinden möchte, trifft sich im „The Heart of Joy Cafe“. Die als elfte vorgestellte Station befindet sich in der Kirche St. Maria Loreto. Es folgt die Klosterkirche der Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung, wo die ansässige Gemeinschaft eine marianisch geprägte, traditionelle Form des Katholizismus prägt. Nach der bosnischen Moschee nahe der Linzer Gasse stellt der Reiseführer als letzte Station den Untersberg als Symbol für den Alpenschamanismus vor.

„Der Mythos eines Sees unter dem Dom spielt in den Erzählungen ebenso eine Rolle wie die ikonischen Zwergl im Mirabellengarten“, heißt es in dem aus dem im Wintersemester 2024/25 „Interreligiöse Orte in Salzburg“ entstandenen Werk.  Die Webseite der Universität Salzburg schreibt dazu: Die Autorinnen und Autoren besuchten alle Orte selbst, führten Gespräche mit Expertinnen und Experten und Erzählenswertes im Stadtführer zusammengetragen, "der ohne Bewertung auskommt und Salzburgs spirituelle Landschaft in ihrer Vielfalt sichtbar macht".

(kap-sc)

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16. Juli 2026, 13:21