Österreich: Ernennung Smerillis „historisches Signal"
Am Dienstag berief Papst Leo XIV. Smerilli mit Wirkung zum 01. September in ihr neues Amt. Die kfbö erkennt in der Personalentscheidung ein „sichtbares Zeichen dafür, dass die Kirche unter Papst Leo XIV. ernst macht mit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in der Verantwortung und Leitung.“ Die Ernennung wird aufgrund dessen als „historisches und richtungsweisendes Signal“ begrüßt.
Erfahrung im Dienst an den Armen und Verwundbaren
Neben der Verbindung der fachlichen Kompetenz mit pastoraler Erfahrung stellte Ritter-Grepl Smerillis „ökonomischen Sachverstand, salesianische Spiritualität und jahrelange Erfahrung im Dienst an den Armen und Verwundbaren“ heraus.
Für die kfbö sei Smerilli keine Unbekannte. Aus einem früheren Treffen habe sich für die Katholische Frauenbewegung Österreich eine enge Vernetzung mit dem Dikasterium entwickelt. Maßgeblich dafür sei Smerillis Fokus auf eine stärkere gesellschaftliche Neubewertung von Sorgearbeit gewesen, welcher sich mit einem der Kernanliegen der kfbö decke. Die „langjährige Forderung nach gerechter Aufteilung der Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern“ der kfbö sei mit dem Anspruch Smerillis „Es soll nicht mehr gefragt werden ,Was bist du von Beruf?', sondern ,Für wen sorgst Du?'“ deckungsgleich. Die Vorsitzende der kfbö kündigte in diesem Zusammenhang eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Dikasterium an und wolle es sich nicht nehmen lassen der neuen Leiterin persönlich zum Amtsantritt zu gratulieren.
Dem bisherigen Leiter des Dikasteriums, Kardinal Michael Czerny, sprach die kfbö ihren Dank aus. In seiner Amtszeit sei eine „Kultur des Zuhörens, des Dialogs und der Zusammenarbeit gewachsen“, die von „gegenseitigem Respekt und echtem Vertrauen getragen“ gewesen sei.
Frauen in Leitungsverantwortung
„Drei Präfektinnen innerhalb weniger als zweier Jahre, das ist kein Zufall, sondern Programm“, so Ritter-Grepl. Die institutionelle Entwicklung im Vatikan befürwortend, weist für die kfbö auf ein Pontifikat Leo XIV. hin, dass Frauen in Leitungsverantwortung nehme und nicht lediglich diskursiv erwähne.
Darüber hinaus betonte die kfbö die Einbettung der Personalentscheidungen des Papstes in eine breitere kirchliche Entwicklung hin zu sozialer Gerechtigkeit und Menschenwürde. Smerillis Ernennung sei hinsichtlich der ersten Enzyklika von Papst Leo eine konsequente Fortsetzung des Kurses.
(kap - sc)
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