Bundesinnenminister Dobrindt geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus. Bundesinnenminister Dobrindt geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus.  

D: Zahl der Missbrauchsopfer erschreckend hoch

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Opfer von Missbrauch werden, ist in Deutschland weiter angestiegen. Insbesondere die Gefahren aus den digitalen Medien bereiten den Zuständigen Sorgen. Die Zahlen wurden an diesem Dienstag von Bundesinnenminister Dobrindt vorgestellt.

 

Die am diesem Dienstag vorgestellten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik nannte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erschreckend. Strafverfolgungsbehörden erfassten für das vergangenen Jahr 17.126 Fälle von sexuellen Missbrauch von Mädchen und Jungen. Im Jahr 2024 waren es 16.534 registrierte Fälle. Bei Jugendlichen gab es ebenfalls einen leichten Zuwachs von 1.191 auf 1.239 Fälle. Die Mehrheit der Opfer sei weiblich gewesen.

Ausschlaggebend für den Anstieg seien Delikte, die online stattfänden. So seien sexuelle Missbrauchshandlungen an Kindern ohne Körperkontakt mit 4.861 Fällen um 16,5 Prozent gegenüber 2024 gestiegen. Die Nutzung des Internets begünstige digitale Phänomene wie Cybergrooming (gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener zu Kindern im Internet), Sextortion (sexuelle Erpressung im Internet) und Livestreaming (Taten werden in Echtzeit verbreitet).

„Wir müssen unsere Kinder besser schützen – besonders in der digitalen Welt“, so Dobrindt, der von einer weitaus höheren Dunkelziffer ausgeht. Täter dürften sich in der Anonymität des Internets keinesfalls sicherfühlen. 

(kna - sc)

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21. Juli 2026, 12:23