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Sudanesische Flüchtlinge bei einer Essensausgabe in El-Obeid, Ende Juni Sudanesische Flüchtlinge bei einer Essensausgabe in El-Obeid, Ende Juni  (AFP or licensors)

D: NGOs warnen vor Kürzungen

Ein Bündnis aus rund 20 Entwicklungs- und Hilfsorganisationen, darunter der katholische Verband Misereor, ist besorgt über geplanten Kürzungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe.

Anlass ist die Verabschiedung des Kabinettsentwurfs für den Bundeshaushalt 2027. Die Verbände wollen am kommenden Montag bei einer Protestaktion vor dem Kanzleramt in Berlin auf ihre Bedenken aufmerksam machen.

Aus der Sicht der Organisationen verschlechtert der weltweite Rückgang von Hilfsgeldern Gesundheitsversorgung, verschärft Hunger und gefährdet Millionen Menschenleben. Seit 2023 sei der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um fast 20 Prozent gekürzt worden. Der Anteil des BMZ-Etats am Bundeshaushalt liege damit auf dem niedrigsten Niveau seit 15 Jahren.

Bundesregierung hat Mittel für humanitäre Hilfe gegenüber 2024 halbiert


Die Mittel für humanitäre Hilfe habe die Bundesregierung gegenüber 2024 sogar halbiert, auf rund eine Milliarde Euro. „Damit machen Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe nur noch rund zwei Prozent des Bundeshaushalts aus“, kritisieren die Verbände.

Bis 2030 könnten schätzungsweise 9,4 bis 22,6 Millionen vermeidbare Todesfälle nicht verhindert werden. Davon seien rund fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren betroffen. Die Kürzungen träfen besonders die globale Gesundheit. Die Folgen erlebten wir derzeit im Zuge des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo.

„Die Kürzungen bei der Armutsbekämpfung treffen Menschen in ihrer verletzlichsten Lage in Zeiten zunehmender Krisen“

„Die Kürzungen bei der Armutsbekämpfung treffen Menschen in ihrer verletzlichsten Lage in Zeiten zunehmender Krisen“, urteilt Andreas Frick, Hauptgeschäftsführer von Misereor. „Unsere Partnerorganisationen unterstützen zum Beispiel Menschen in Projekten zur nachhaltigen Landwirtschaft dabei, sich an den Klimawandel anzupassen und so ihre Ernährung zu sichern oder mit Ausbildungsprogrammen ein Einkommen zu schaffen. Wer diese Arbeit schwächt, schwächt nicht abstrakte Programme, sondern zerstört Lebensperspektiven.“

(vatican news – sk)
 

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03. Juli 2026, 09:44