Heinrich Bedford-Strohm Heinrich Bedford-Strohm  (ANSA)

D: Bedford-Strohm lobt nach Kyiv-Besuch Zuversicht der Ukrainer

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat nach einer Reise in die ukrainische Hauptstadt Kyiv seine Eindrücke vor Ort beschrieben. Als Vorsitzender des Zentralausschusses des Weltkirchenrats (ÖRK) besuchte er das Land von Dienstag bis Freitag gemeinsam mit einer ökumenischen Delegation.

In einer Stellungnahme am Freitagabend äußerte er sich zur Situation der Menschen und betonte, dass die Bevölkerung trotz der anhaltenden Bedrohung durch Luftalarme sowie russische Raketen- und Drohnenangriffe versuche, den Alltag aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig verwies er auf die psychischen Belastungen infolge der vierjährigen Kriegsdauer.

Die Delegation, die unter der Leitung von ÖRK-Generalsekretär Jerry Pillay stand und der unter anderem auch der Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen, Frank-Dieter Fischbach, angehörte, führte in Kyiv Gespräche mit Vertretern aus Politik und Religion. Bedford-Strohm bekräftigte die Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung und erklärte, dass innerhalb der Gruppe Einigkeit bezüglich der Verurteilung des russischen Angriffskrieges und der Forderung nach einem Ende der Invasion bestehe.

Ein zentraler Punkt der Gespräche war die Situation der Religionsgemeinschaften im Land. Der Leiter der staatlichen ukrainischen Religionsbehörde, Viktor Jelenskyj, versicherte der Delegation, dass die Religionsfreiheit aller Kirchen gewahrt bleibe. Dies betrifft auch die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK), gegen welche die Regierung in Kyiv wegen des Vorwurfs von Verbindungen zum Moskauer Patriarchen Kyrill I. vorgeht und über deren potenzielles Verbot diskutiert wird. Der Ökumenische Rat der Kirchen umfasst derzeit 356 protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Religionsgemeinschaften, während die römisch-katholische Kirche kein festes Mitglied des Rates ist.

(kna - mg)

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18. Juli 2026, 11:49