D: Kirchen bei Fest der Demokratie in Erfurt
Das „Fest der Demokratie“ war vom zivilgesellschaftlichen Bündnis „Weltoffenes Thüringen“ organisiert worden und hatte am Freitagabend mit einem Friedensgebet begonnen; gefolgt von einer Mahnwache bei Kerzenschein. Am Samstag gab es um 10 Uhr - zeitgleich mit dem Beginn des Parteitags auf dem Messegelände - im Stadtzentrum einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel, der vom katholischen Weihbischof Reinhard Hauke und der evangelischen Regionalbischöfin Friederike Spengler geleitet wurde. Unter dem Motto „Gott vertrauen. Jetzt handeln!" gestalteten die beiden großen Kirchen in Erfurt den ökumenischen Freiluftgottesdienst. Rund 500 Gläubige folgten der Einladung zum Gebet, darunter der mitteldeutsche Landesbischof Friedrich Kramer, Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) und die Thüringer Grünen-Politikerin Katrin Göring Eckardt.
Für diesen Sonntag (5.7.) war ein Gottesdienst in der Predigerkirche geplant.
Ministerpräsident: „AfD will die Kirchen zerstören“
Er finde es richtig, dass sich die Kirchen politisch einmischten, sagte Schulze. „Die Parteien äußern sich umgekehrt ja auch zu den Kirchen. Warum sollten sie nicht darauf antworten dürfen? Die Kirchen sollen ihre politische Meinung sagen.“ Er erwarte auch nicht, dass sie alles, was die CDU mache, gutheißen würden. „Jetzt geht es um die Wahl. Da finde ich es richtig und wichtig, dass die Kirchen auch klar kommunizieren, welche Vorstellung sie haben und wer die Vorstellung erfüllt und wer nicht.“
Die Kirchen haben bereits mehrere Initiativen zur Wahl gestartet, unter anderem die vom Bistum Magdeburg initiierte Aktion „Bewusst wählen“. Auch warnen die Bischöfe regelmäßig vor völkischem Nationalismus und der rechtsextremen AfD, deren Menschenbild nicht mit dem Christentum vereinbar sei.
In Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextrem" eingestuft
In den jüngsten Wahlumfragen liegt die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bei 41 Prozent, gefolgt von der CDU (24 Prozent), den Linken (13 Prozent), der SPD (6 Prozent) und dem BSW (5 Prozent).
(sir/epd/kna/bistum magdeburg - sst)
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