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Österreich im UNO-Sicherheitsrat - Caritas gratuliert

Nach 16 Jahren hat Österreich wieder einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erlangt. Caritas-Europa-Präsident Landau gratuliert: „Eine große Freude, eine große Chance und eine große Verantwortung für unser Land“.

Michael Landau, früherer langjähriger Caritas-Österreich-Chef und derzeit Präsident von Caritas Europa, sowie Caritas-Österreich-Vizepräsident Alexander Bodmann haben zur Wahl Österreichs in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gratuliert. Es sei „eine große Freude, eine große Chance und eine große Verantwortung für unser Land“, dass Österreich nach 16 Jahren wieder in jenes Gremium gewählt worden sei, „in dem die zentralen Fragen unserer Zeit verhandelt werden: Konflikte, Krisen, Migration und internationale Sicherheit“. Das erklärte Landau am Mittwochabend. „Ich gratuliere der Außenministerin und der Bundesregierung und bin als Bürger dieser Republik allen dankbar, die diesen Erfolg im jahrelangen Einsatz für Österreich möglich gemacht haben.“

Mitgestaltung internationaler Zusammenarbeit

„Für ein kleines Land ist die Mitgliedschaft in diesem wichtigen Gremium eine große Chance, internationale Zusammenarbeit mitzugestalten, wichtige Anliegen einzubringen und sich für Frieden, Stabilität und die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen“, hielt Bodmann fest. Mit dieser Wahl gehe aber auch viel Verantwortung einher. „Als Caritas erleben wir täglich, wie eng die Herausforderungen unserer Zeit miteinander verbunden sind - von Konflikten und Armut bis zu den Folgen der Klimakrise. Deshalb braucht es starke internationale Institutionen ebenso wie verlässliche Partnerschaften zwischen Staaten.“ Die Mitgliedschaft Österreichs im UN-Sicherheitsrat sei „eine Verpflichtung, sich glaubwürdig für Menschlichkeit, Solidarität und globale Gerechtigkeit einzusetzen.“

„eine Verpflichtung, sich glaubwürdig für Menschlichkeit, Solidarität und globale Gerechtigkeit einzusetzen“

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass sich Österreich im Ringen um einen nicht ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für die Periode 2027/28 gegen Deutschland durchgesetzt hatte. Bei der geheimen Wahl in der UNO-Generalversammlung erreichte Österreich 131 Stimmen - das sind drei weniger als Portugal, welches ebenfalls einen Sitz auf Zeit im Sicherheitsrat bekommt. Deutschland ging im Dreierrennen um zwei westeuropäische Sitze mit 104 Stimmen leer aus. Für die Wahl brauchte es eine Zweidrittelmehrheit von 127 der 190 Stimmen.

Diplomatie und Neutralität

Landau hatte bereits im Vorfeld der Wahl erklärt, er sei „stolz darauf, dass Österreich für diese wichtige Aufgabe kandidiert“. Österreich habe eine gute Tradition im Bereich der Diplomatie und sich als Vermittler und Ort des vertrauensvollen Gesprächs bewährt, so Landau. „Ich habe als Präsident der Caritas selbst gesehen, wie wichtig etwa die österreichische Beteiligung an den Friedensmissionen der Vereinten Nationen war und ist.“ Der Dienst der Blauhelme und der internationale Einsatz Österreichs werde zu Recht geschätzt.

„Wien ist heute schon ein wichtiger Sitz der Vereinten Nationen; wir haben also Erfahrung“, hatte Landau festgehalten. Zugleich sei Österreich als kleines, neutrales Land für niemanden eine Bedrohung. „So können wir oft leichter mit anderen ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben.“

(kap – nm) 

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04. Juni 2026, 10:06