D: Kardinal Marx kritisiert Elon Musk
Diese hätten inzwischen mehr Macht als einzelne Staaten, sagte Marx in einem am Wochenende in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Interview. „Sie geben vor, sie wollten die Welt verbessern, dabei geht es ihnen auch darum, sie zu beherrschen.“
Manche dieser Unternehmer strebten unter dem Stichwort Transhumanismus eine Fusion zwischen Mensch und Maschine an. „Sie wollen den Menschen optimieren wie eine Datenbasis. Was für ein Wahnsinn! Dieser Weg führt wohl kaum zum guten Leben für alle, sondern entspringt einem totalitären Denken“, so Marx.
Menschenwürde in Gefahr
Die dahinter steckenden Unsterblichkeitsfantasien verurteilte der Kardinal. „Der Wunsch nach einem langen Leben ist legitim. Aber wir sind nicht Gott, das ist der Kern des Ganzen.“ Zudem richteten sich Musk und Co mit ihren Ideen nur an eine Elite, „die glaubt, das Schicksal aller anderen in die Hand nehmen zu müssen“.
Auf den Einwand, dass einer wie Musk entgegnen würde, dass hier lediglich die katholische Kirche ihr eigenes Geschäftsmodell schützen wolle, antwortete der Kardinal mit einer Gegenfrage. „Was ist denn dein Geschäftsmodell? Eines für einige wenige, die die Umwelt opfern, andere Länder, andere Völker? Was ist dir ein Mensch im Sudan wert? Ist sein potenzieller Tod ein ‚Kollateralschaden‘ der Technik oder des ökonomischen Erfolgs? Oder hat er gleiche Rechte? Wenn nicht, dann sind in der Konsequenz die gleichen Rechte aller Menschen in Gefahr.“
(kna – sk)
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