D: Ticketpreis für Kölner Dom steht fest
Dompropst Guido Assmann stellte das neue Konzept sowie die Preisgestaltung in Köln vor. Das Domkapitel bezeichnet die Neuerung als eine „Besichtigungsgebühr“. Die dadurch generierten Einnahmen sollen dazu beitragen, die Instandhaltung des gotischen Bauwerks für künftige Generationen zu sichern.
Ein reguläres Ticket für den touristischen Zugang zum Innenraum wird 12 Euro kosten. Damit liegt der Preis unter den Eintrittsgebühren anderer lokaler Einrichtungen wie dem benachbarten Museum Ludwig, das 19,80 Euro verlangt, oder dem Kölner Zoo mit einem Mindesteintritt von 22,50 Euro. Für bestimmte Personengruppen ist ein reduzierter Preis von 6 Euro vorgesehen. Diese Ermäßigung gilt für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende, Studierende, Begleitpersonen von Schülergruppen sowie für Inhaber eines in Nordrhein-Westfalen ausgestellten Sozialpasses.
Das Preis-Konzept
Das Konzept sieht zudem verschiedene Befreiungen von der Ticketpflicht vor. Kinder bis einschließlich 13 Jahren erhalten freien Eintritt, welcher neben dem Dom-Innenraum auch für die Schatzkammer und die Turmbesteigung gilt. Ebenfalls von der Gebühr befreit sind Menschen mit einer Schwerbehinderung und deren Begleitpersonen sowie die Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins. Der Zugang zu den Gottesdiensten und der Besuch der Kirche zum Zweck des persönlichen Gebets bleiben generell kostenfrei.
Der Kölner Dom blickt auf eine jahrhundertealte Bau- und Kulturgeschichte zurück. Die Bischofskirche beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die im Jahr 1164 durch Erzbischof Rainald von Dassel von Mailand nach Köln überführt wurden. Der Grundstein für den heutigen gotischen Neubau wurde im Jahr 1248 gelegt, worauf 1322 die Weihe des Chores folgte. Bis zum Jahr 1560 wurden das Mittelschiff, die Querhäuser sowie die Seitenschiffe errichtet, bevor die Arbeiten aufgrund von Streitigkeiten im Zuge der Reformation und wegen eines Mangels an finanziellen Mitteln für Jahrhunderte eingestellt wurden. Mit der neuen Gebühr soll die Finanzierung des dauerhaften Unterhalts des historischen Denkmals auf eine breitere Basis gestellt werden.
(domradio - mg)
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