Nothelle-Wildfeuer: „Magnifica humanitas“ auf Weiterentwicklung ausgelegt
Christine Seuss - Vatikanstadt
Ursula Nothelle-Wildfeuer ist Lehrstuhlinhaberin für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Aufgrund ihrer einschlägigen Expertise war sie auch dabei, als die Deutsche Bischofskonferenz das neue Lehrschreiben von Papst Leo XIV. vorgestellt hat. Wir fragten sie, wie man die Rahmenerzählung der heiligen Stadt Jerusalem und des Turms von Babel in der Enzyklika Magnifica humanitas einordnen könne, mit der das Schreiben anhebt.
„Damit signalisiert Papst Leo eigentlich, was die Kernfrage seiner Enzyklika sein soll, nämlich: ,Wohin wollen wir mit der Menschheit angesichts dieses technologischen oder technologisch bedingten Epochenwandels? Letztlich steht dieser Turmbau zu Babel für eine Menschheit, die Macht um ihrer selbst willen entwickelt oder anhäuft, sich beeindruckt zeigt und eine gewisse Einheitlichkeit anstrebt - man könnte fast sagen: eine Uniformität. Das wird ja dann im Blick auf die Sprache daraus, die auch - auf KI übertragen - eine einzige technologische Sprache sein soll, eine einzige Richtung vorgibt.“
Gegen das technokratische Paradigma
Implizit sei hier allerdings auch schon die Kritik zu erkennen, dass es sich dabei um eine Entwicklung handele, die - letztlich von Gott und seinem Segen abgekoppelt - auf Selbstermächtigung hinauslaufe, gibt Ursula Nothelle-Wildfeuer zu bedenken.
„Und damit wird dieses Babel-Projekt eigentlich Symbol für einen Fortschritt, der Vielfalt der Gleichförmigkeit opfert und Würde der Effizienz unterwirft. Es steht eigentlich für das, was dieser Papst und auch Papst Franziskus schon mit dem technokratischen Paradigma kritisiert haben. Und das Bild von der Stadt Jerusalem dagegen ist ein wirkliches Gegenbild nach dem Exil: Aus Trümmern heraus wird die Stadt nicht durch einen genialen Einzelnen, sondern Stein für Stein durch das gemeinsame Engagement des ganzen Volkes wieder aufgebaut. Da sind alle mit ihren Fähigkeiten, jeder mit dem, was er kann und beitragen will, gefragt.“
Keine Mauer gegen Migranten
In letzter Zeit sei sie jedoch häufig auf die Interpretation gestoßen, dass diese aufgebaute Mauer auch abgrenzen solle – und somit auf die Migrationsfrage im Sinn einer nötigen Abschottung anwendbar sei.
„Ich glaube aber, dass das in diesem Bild tatsächlich nicht passt, denn gerade ganz am Schluss der Enzyklika, in der Nummer 242, wird ja noch einmal ganz deutlich gemacht, dass alles, was an Toren verteidigt wurde, fällt – so dass die Tore für alle dauerhaft geöffnet sind. Das ist schon auch ein Symbol und ein Zeichen dieser Stadt: Alle Völker haben ein Recht, in diese Stadt zu kommen!“
Würde des Menschen und Gottesbeziehung
Auch der ständige Gottesbezug in der Enzyklika – insgesamt 101 Male wird „Gott“ genannt – sei kein Zufall und ein „deutliches Zeichen dafür“, dass der Papst nicht vorrangig ein technologisches oder technologiekritisches Papier schreiben wollte:
„Sondern er will den Fokus richten auf den Menschen, den er nie losgelöst von Gott als seinem Schöpfer und als demjenigen, dessen Ebenbild der Mensch darstellt, in den Blick nehmen will. Das heißt, ohne diese Gottesbeziehung geht es eigentlich in dieser Enzyklika überhaupt nicht. Und der Papst sagt, auch der Umgang mit diesem Epochenwandel geht gar nicht anders, als auf den Menschen zu schauen, den er selbstverständlich als Abbild und Ebenbild Gottes sieht – und in diesem Kontext verortet er somit auch dessen Würde.“
Rerum novarum 2.0
Bei der ersten Vorstellung der Enzyklika in Bonn hatte die Professorin direkt nach der Erstveröffentlichung des Textes an der Seite des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, das Wort ergriffen. Schon bei dieser Gelegenheit hatte sie unterstrichen, dass Leo XIV. mit seiner Enzyklika ein Versprechen eingelöst habe, das er mit seiner Namenswahl gegeben habe, ja, dass man mit Blick auf „Magnifica humanitas“ gar von einer „Rerum novarum 2.0“ sprechen könnte:
„Papst Leo hat ja tatsächlich wenige Tage nach seiner Wahl auch seine Namenswahl begründet, indem er auf Leo XIII. Bezug genommen hat. Er hat bei dieser Gelegenheit gesagt, dass Leo XIII. damals die große industrielle Revolution und die Umwälzungen, die damit für die Gesellschaft und für jeden einzelnen Menschen verbunden waren, zum Anlass genommen habe, sich über die Würde des Menschen im Kontext dieser sozialen Frage, die da entstand, Gedanken zu machen. Das wurde noch nicht ,Würde des Menschen‘ genannt, denn das ist eine Terminologie des letzten Jahrhunderts und des jetzigen Jahrhunderts - aber vom Gedanken her war das schon klar.“
Die Soziallehre der Kirche weiterdenken
Leo XIV. hat mehrfach deutlich gemacht, dass er die Menschheit inmitten eines Epochenwechsels sieht. Dieser sei, so auch das Leitmotiv in seiner Enzyklika, vergleichbar mit der Industrialisierung, die Leo XIII. in „Rerum novarum“ zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen machte:
„Und dieses ,Rerum novarum 2.0‘ wird zweitens dadurch gerechtfertigt, dass Leo XIV. die Herausforderungen der Zeit als so gravierend ansieht, dass er sagt, dass in diesem Zusammenhang auch die Soziallehre neu bedacht werden muss. Das heißt, nicht die einfache Anwendung dessen, was wir bisher hatten, auf das, was sich jetzt tut, sondern so wie Leo XIII. die Soziallehre überhaupt entwickelt hat, so sagt Leo XIV. jetzt: Wir müssen sie angesichts dieses neuen Umbruchs noch mal neu und weiterdenken.“
Erweiterung und Verzahnung der Soziallehre
Interessant sei in diesem Zusammenhang auch die Herangehensweise des Papstes, so Nothelle-Wildfeuer. Leo setze verschiedene Akzente, mit denen er deutlich mache, dass es ihm um eine Erweiterung gehe:
„Zum einen sagt er, die Soziallehre muss sich herausfordern lassen, neu gedacht zu werden aufgrund dieser technologischen Entwicklung. Zweitens sagt er dann: Die Soziallehre ist kein Handbuch, sondern sie entsteht beziehungsweise verändert sich auf dem Weg, den wir miteinander gehen. Da geht es um die Frage der Wahrheit, die nicht einfach anzuwenden ist, sondern die gefunden wird im Umfeld von Kultur und Miteinander.“
Bei genauem Hinsehen erweitere er auch die Zahl der Prinzipien, so die Freiburger Theologin. Denn Papst Leo XIV. füge zu den bisher geläufigen Prinzipien Gemeinwohl, Solidarität, Subsidiarität nun als neue Prinzipien auch die soziale Gerechtigkeit und die allgemeine Bestimmung der Güter hinzu.
„Diese kennen wir natürlich immer schon in der Soziallehre. Aber dass es sich dabei um Prinzipien handelt, das ergänzt jetzt er, und das plausibilisiert er auch sehr gut. Das Entscheidende ist aber eigentlich die Architektur, also wie die Vernetzung der Prinzipien untereinander beschrieben wird. Denn neu ist auch, dass die Prinzipien oder Kriterien nicht einfach hintereinander wie in einem Katalog aufgezählt werden.“
Mitarbeiter auf Augenhöhe gesucht
Auffallend sei darüber hinaus, dass Papst Leo XIV. keine spezifische Anrede in dieser seiner ersten Enzyklika verwende, im Gegensatz zur herkömmlichen Vorgehensweise, wobei am Schluss der Anredeliste in den Sozialenzykliken seit „Pacem in terris“ (1965) die Anrede „an alle Menschen guten Willens“ nicht fehlen durfte.
„Das findet sich als Anrede nicht. Aber man kann schon sagen, dass er diese ,Menschen guten Willens‘ praktisch anspricht, aber nicht nur als Adressaten, sondern er formuliert, dass es sich dabei quasi um Weggefährten handelt, mit denen er gemeinsam - wir würden heute sagen: auf Augenhöhe - agieren und sprechen möchte. Also nicht nur, dass er sie ansprechen will, sondern er macht noch einmal stärker den Appell: Wir sind gemeinsam unterwegs!“
Das 3. Kapitel: Scharnier der Enzyklika
Das dritte Kapitel, in dem es um die Beziehung zwischen Mensch und Technik geht, sei letztlich so etwas wie der „Kern“ oder ein „Scharnier“ innerhalb des Textes, so die Überlegungen von Nothelle-Wildfeuer weiter. Zunächst übernehme Leo XIV. freilich die Formulierung seines Vorgängers Papst Franziskus, der sehr kritisch von einem technokratischen Paradigma sprach:
„Aber ich glaube, hier im 3. Kapitel wird der Akzent etwas verschoben, weil Leo XIV. technologische Entwicklung nicht nur kritisiert, sondern sie durchaus auch positiv würdigt, aber immer an den Menschen bindet. Das heißt, inwiefern dient eine solche Entwicklung dem Menschen in seiner Würde und der Menschheit als Ganzes, also ihrem Gemeinwohl?“
Die Innerlichkeit des Glaubens und seine soziale Dimension
Dies sei nicht nur theologisch sehr stark durchdacht und begründet, sondern es gelinge Papst Leo in diesem Kapitel auch, eine „kulturpessimistische Haltung“ zu überwinden, die zunehmend spürbar sei, je weiter das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) zurückliege:
„Es ist ihm gelungen, das tatsächlich zu wenden und diesen Kulturpessimismus nicht fortzusetzen, sondern die Entwicklung als etwas zu nehmen, das er nochmal rückbinden möchte an diese Frage nach der Würde, nach der Anthropologie, nach dem Gemeinwohl - aber eben in ihrer Ambivalenz und auch in ihrer positiven Seite zu sehen. Ich glaube, das ist ein ganz entscheidender Punkt, womit er dann auch deutlich macht, dass es im Glauben nicht nur um Innerlichkeit geht, sondern dass diese soziale Dimension, dieses Leben des Glaubens auch in gesellschaftlichen Strukturen, ganz zentral dazugehört.“
Das fünfte Kapitel: Zuspitzung der zugrundeliegenden Frage
Im fünften und letzten Kapitel, das er dem Krieg und Frieden widme, spreche Papst Leo auch von „der Zivilisation der Liebe“, erinnert Nothelle-Wildfeuer. Dabei handele es sich allerdings nicht um ein naives Gedankengespinst, sondern um das „Umsetzen von Nächstenliebe in gerechte Strukturen“, letztlich „der Kern dessen, was die Enzyklika theologisch äußert“, so die Professorin:
„Ich habe mich zu Beginn gewundert, warum er Krieg und Frieden nicht unter den Anwendungsfeldern im Kapitel zuvor erwähnt hat, weil es dabei ja um ein Themenfeld geht, in dem KI ganz besonders intensiv diskutiert werden muss. Der Grund dafür ist - und deswegen ist es dann auch sinnvoll, dass es sich um ein eigenes Kapitel handelt –, dass genau hier eigentlich all die Fragen von KI und der Menschenwürde in ihrer Zuspitzung auf Leben und Tod debattiert werden müssen.“
Man könne mit Fug und Recht sagen, dass in diesem Kapitel die „Grundfrage der Enzyklika“ behandelt werde, unterstreicht Nothelle-Wildfeuer weiter:
„Der zweite Punkt, warum dieses fünfte Kapitel vielleicht der Höhepunkt ist, sind sicher einige Aussagen, die darin getroffen werden. Zum Beispiel, ,die KI soll entwaffnet werden‘. Oder es heißt dann weiter, ,es gibt keinen Algorithmus, der den Krieg als gerecht darstellen kann‘. Damit verbunden ist die deutliche Aussage, dass die Theorie des gerechten Krieges eigentlich überwunden werden sollte. Auch da schließt er an Franziskus an, aber er macht es hier noch einmal eigens sehr deutlich.“
Weiterentwicklung des Verständnisses vom „gerechten Krieg“
Dies stoße angesichts der Tatsache, dass KI-Systeme schon längst in Konflikten eingesetzt werden und an mancher Stelle sogar dabei unterstützen könnten, dass der Krieg „weniger unmenschlich“ werde – beispielsweise durch die punktuelle Bombardierung feindlicher militärischer und nicht ziviler Ziele - durchaus auf kritische Nachfragen, räumt Nothelle-Wildfeuer ein.
„Aber nach meinem Verständnis will er sagen, dass die klassischen Kriterien des gerechten Krieges im Zeitalter von KI überhaupt nicht mehr eingehalten werden können. Und - das war damals auch schon Franziskus‘ Argument, welches er hier auch noch mal aufnimmt - dass nämlich immer die Gefahr bestehe, dass man jedwedes kriegerische Tun mit irgendeinem dieser Kriterien dann doch wieder rechtfertigt.“
Eine Verteidigung in strengem Sinn sei allerdings gerechtfertigt, so dass es sich bei der Haltung von Papst Leo keinesfalls um einen naiven Pazifismus handele, gibt Nothelle-Wildfeuer zu bedenken. In der deutschsprachigen Theologie werde schon seit langem immer wieder das Konzept des gerechten Friedens debattiert, ein Begriff, den der Papst hier zwar nicht explizit verwende, aber der letztlich auf seine Überlegungen anwendbar sei:
„Wo also Dialog und Bemühungen um Gerechtigkeit und Entwicklung - im Anschluss an Populorum progressio - ganz deutlich mit hineingehören, da ist Verteidigungskrieg nicht ausgeschlossen. Aber die Perspektive ist eine ganz andere, das Ziel ist ein anderes - und die Erweiterung um diese Dimension spielt eine entscheidende Rolle.“
Differenzierte Herangehensweise in der Tradition von Augustinus
Doch auch wenn sich Leo bei der Ablehnung des Begriffs vom „Gerechten Krieg“ an seinem Vorgänger Franziskus orientiere, werde er auch den Differenzierungen des heiligen Augustinus in diesem Bereich noch gerecht, zeigt sich die Professorin für Christliche Gesellschaftslehre überzeugt:
„Denn er führt ja relativ klar an, dass eines der Probleme diese Einstellung zum Krieg ist, die sich durch KI gestützte Waffensysteme natürlich auch verändert. Der Krieg ist wieder weiter weg. Es sind vielleicht nicht mehr direkt Menschen vor Ort, denen man quasi ins Gesicht schaut. Das sagt er ja auch an einer Stelle sehr deutlich. Das heißt, der Krieg wird zur Normalität. Das genau haben Augustinus und auch Thomas von Aquin mit diesem ,gerechten Krieg‘ gerade verhindern wollen.“ Denn eines der Kriterien für den „gerechten“ Krieg sei ja gerade die ultima ratio – also die Tatsache, dass alle anderen Optionen nach sorgfältiger Abwägung und intensiven Bemühungen verworfen werden müssen. Die Angst des Papstes sei nun, dass dies völlig aus dem Blick gerate, wenn die Kriegshandlungen durch KI entpersonalisiert und von sich geschoben - vom Algorithmus sozusagen „erledigt“ - werden könnten:
„Und ich glaube, diese Sorge, dass Krieg ökonomisiert und normalisiert wird, dass damit eine ganze Rüstungsindustrie immer weiter angeheizt wird und - auch das fällt im Text - dass der Krieg praktisch zu einem Mittel der Politik wird, obwohl wir eigentlich gerade erst froh darüber waren, über diese Einstellung hinausgekommen zu sein: All das macht diese Sorge, dass wir dorthin zurückkommen, sehr berechtigt. Und das alles sind Elemente, die, so glaube ich, auch bei Augustinus mit dem Konzept des gerechten Krieges nicht gemeint sind, sondern gerade in dessen Sinne vermieden werden sollten.“
Sklaverei, aktuelle Konflikte und kircheninterne Gültigkeit der Soziallehre
Einige der Aussagen in dem Text hätten sie allerdings auch persönlich positiv überrascht, verrät Nothelle-Wildfeuer:
„Also einmal die Aussage, dass er sich dafür entschuldigt, dass die Theologie so lange nicht reagiert habe auf das moralische Problem der Sklaverei, sondern das sogar auch gedeckt habe. Auch in diesem Fall gibt es eine Vorstufe bei Franziskus. Es ist hier diskret in seinem Text eingebaut, aber es klingt so, als sei es ihm ein zentrales Anliegen, das an dieser Stelle auf jeden Fall zu sagen.“
Die zweite Stelle betreffe die äußerst deutliche Aussage, dass jeder Versuch, eine Nation zu vernichten oder zu unterwerfen, „zutiefst unmoralisch und inakzeptabel“ sei:
„Da nennt er keinen Aggressor, kein betroffenes Land. Aber es ist klar, an welchen Stellen der Welt das besonders relevant sein sollte. Der dritte Punkt wäre, dass er mit eigenen Abschnitten die Soziallehre, die er hier noch mal entwickelt hat, auch auf die Kirche bezieht und sagt: Das muss doch auch im Inneren der Kirche gelten. Er buchstabiert sogar einzelne Prinzipien, die er genannt hat, mit Blick auf die Kirche aus. Das haben wir bis dahin noch nicht gehabt und finde ich einen großen, wichtigen Fortschritt.“
Offen für eine Weiterentwicklung
Dass die Enzyklika aufgrund der rasanten Entwicklungen in der KI schon in eineinhalb Jahren völlig überholt sein könnte, glaubt die Theologin hingegen nicht:
„Zum einen ist die Grundaussage ja gerade nicht: ,Wir kritisieren den Stand 2026‘, sondern es wird ein Kriterium genannt, an dem die Entwicklung von KI gemessen werden sollte oder was eingebracht werden sollte, um KI weiterzuentwickeln. Denn es geht ja in dieser Enzyklika gerade weg davon, dass die Ethik immer im Nachhinein kommt, in dem Sinn, dass sich schon etwas entwickelt hat und dann erst die ethischen Überlegungen und Beschränkungen eingebracht werden. Gerade das will er ja nicht, sondern er macht ja sehr deutlich, dass es Ethik und Kriterien schon bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von KI braucht.“
Außerdem arbeite Leo in seinem Text klar heraus, dass die derzeitige Entwicklung, mit der die Menschheit sich konfrontiert sehe, die Sozialethik zur Neubesinnung herausfordere:
„Damit will er meiner Auffassung nach aber auch nicht wieder ein festes System schaffen, das dann für die nächsten fünfzig Jahre statisch ist. Sondern er signalisiert ja gerade, dass die fortdauernde Entwicklung auch wieder eine Herausforderung für die Sozialethik selbst ist, damit am Ball und in der Weiterentwicklung zu bleiben.“
(vatican news)
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