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D: Unabhängige Aufarbeitungskommissionen starten gemeinsamen Internetauftritt

Der Bundesvorstand der Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen hat am Dienstag seine neue Internetpräsenz freigeschaltet. Unter der Adresse www.bundesvorstand-uaken.de stellt das Gremium fortan zentrale Informationen über die Tätigkeiten der einzelnen Kommissionen sowie über die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in den deutschen Bistümern und Erzbistümern bereit.

Die regionalen Kommissionen haben den Auftrag, bundesweit die Strukturen zu untersuchen, die den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen begünstigt haben, und die Art und Weise des Umgangs mit Betroffenen sowie Tätern unabhängig aufzuklären.

Der Bischof von Aachen und Vorsitzende der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen der Deutschen Bischofskonferenz, Helmut Dieser, äußerte sich anlässlich des Starts der Website. Er erklärte, dass der Internetauftritt die Arbeit und die Leistungen der in der Aufarbeitung Engagierten für die Öffentlichkeit sichtbar mache. Das Portal biete einen bundesweiten Überblick und informiere über aktuelle Entwicklungen. Zudem betonte der Bischof, dass ein Großteil dieser Arbeit ehrenamtlich geleistet werde. Er dankte dem Bundesvorstand sowie allen Beteiligten für ihren Einsatz, durch den auf der Basis von Erkenntnissen Handlungsempfehlungen zur Verhinderung künftigen Missbrauchs erarbeitet würden. Ein expliziter Dank des Bischofs galt den betroffenen Personen, die durch das Teilen ihrer persönlichen Erfahrungen zur Aufklärung beitragen und andere ermutigen, aus dem Dunkelfeld herauszutreten.

Gemeinsame Erklärung von 2020

Die rechtliche und organisatorische Grundlage für die Arbeit der Kommissionen bildet die im Jahr 2020 getroffene Vereinbarung zwischen dem damaligen Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung und der Deutschen Bischofskonferenz. Diese „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ führte zur Einrichtung von Kommissionen in allen deutschen Diözesen, wobei zwei davon als interdiözesane Gremien organisiert sind. Das Aufarbeitungsgremium im Bistum Fulda beendete seine Tätigkeit als erstes im Jahr 2025 mit der Vorlage eines Abschlussberichts. Weitere Kommissionen sollen ihre Berichte im Laufe dieses Jahres fertigstellen.

Die Vertretung des Bundesvorstands wird für eine Dauer von jeweils drei Jahren aus dem Kreis der Vorsitzenden der regionalen Kommissionen gewählt. Der Vorsitzende Peter Grimm, welcher auch als Co-Vorsitzender der Kommission im Bistum Eichstätt fungiert, sowie die stellvertretende Vorsitzende Ursula Groden-Kranich, Vorsitzende der Kommission im Bistum Mainz, wurden für eine zweite Amtszeit in ihren Funktionen bestätigt. Seit Dezember 2025 ergänzt Horst Böhm, der Vorsitzende der Kommission im Bistum Regensburg, den Vorstand als weiterer stellvertretender Vorsitzender.

(pm - mg)

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02. Juni 2026, 12:42