Katholische Messe in Indien Katholische Messe in Indien  (AFP or licensors)

Deutsches Bistum bildet indische Priester aus

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die südindische Erzdiözese Tellicherry setzen ihre weltkirchliche Zusammenarbeit in der Priesterausbildung für sieben Jahre fort. Bischof Klaus Krämer und Erzbischof Joseph Pamplany unterzeichneten die entsprechende Vereinbarung an diesem Mittwoch bei einer Feierstunde im Wilhelmsstift in Tübingen.



Mit der Vereinbarung werde die langjährige Beziehung der beiden Diözesen auf ein neues Niveau gehoben, und das freue ihn sehr, sagte Bischof Krämer laut einer Mitteilung seiner Diözese. Der Kontakt und der Austausch mit der indischen Erzdiözese sei eine Bereicherung und ein Zeichen des weltkirchlichen Zusammenwachsens.

Indische Priester sind seit vielen Jahren in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Sie hätten hier „nicht nur eine herausragende Ausbildung genossen, sondern auch eine geistliche Heimat gefunden“, sagte Erzbischof Pamplany. Mit der Kooperation in der Priesterausbildung, die nun fortgeführt wird, öffne sich den jungen Menschen ein geistlicher Weg, auf dem sie im Glauben wachsen und Kirche als eine weltumfassende Gemeinschaft erfahren können.

Teils in Deutschland, teils in Indien

Mehrere weitere Bistümer in Deutschland beschäftigen ebenfalls indische Priester, etwa Münster, Speyer, Bamberg und andere. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart gilt als ein besonderes Beispiel, weil sie seit 2017 eine formelle Ausbildungskooperation mit Tellicherry im Bundesstaat Kerala unterhält. Dabei kommen Seminaristen bereits zur Ausbildung nach Tübingen, studieren dort Theologie und arbeiten nach der Priesterweihe mehrere Jahre in Deutschland. Dieses Modell ist vergleichsweise strukturiert und wurde in kirchlichen Kreisen mehrfach als Pilotprojekt beschrieben. Die Priester gehören dabei weiterhin ihrer indischen Heimatdiözese an.

(pm / vatican news – gs)

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04. Juni 2026, 10:42