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Schweiz: Sakrallandschaft als Brücke zwischen Glaube und Tourismus

Kultur und sanfter Tourismus Hand in Hand: Der Verein Sakrallandschaft Innerschweiz stellt mit der neuen „Mission 2025“ die Weichen für die Zukunft. Die Dachorganisation nutzt die hohe Dichte an regionalen Sakralbauten, um Geschichte erlebbar zu machen und das grosse Potenzial für sinnsuchende Reisende zu erschliessen.



Die Innerschweiz und das angrenzende Freiamt weisen eine Dichte an Kirchen, Kapellen, Klöstern und Einkehrstätten auf. Um diese Stätten in den Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Zug, Nidwalden und Obwalden zu stärken, hat die Dachorganisation der lokalen Trägerschaften eine Erneuerung vollzogen. Die 13. Generalversammlung im Wallfahrtsort Hergiswald oberhalb von Kriens markierte den Abschluss einer vor einem Jahr initiierten Reorganisation, die den Verein inhaltlich, organisatorisch und personell neu ausrichtet.

Im Zentrum der Versammlung stand die Verabschiedung der „Mission 2025“, die von den Mitgliedern aufgenommen wurde. Das Konzept schärft das Profil des Vereins und ruht auf zwei Säulen. Zum einen steht die Sakralkultur im Fokus, da die Dichte an Sakralbauten als Teil der regionalen Geschichte und Identität bewahrt und bekannt gemacht werden soll. Zum anderen sieht der Verein Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich des Tourismus. Angesichts der Bedeutung eines nachhaltigen und sinnsuchenden Reisens sollen die Sakralstätten als Destinationen eingebunden werden. Das erklärte Ziel des Vereins ist es, die sakralkulturelle und historische Bedeutung der Region der Bevölkerung sowie Gästen zugänglich zu machen. Einen Beitrag soll das Projekt „Innovative Vermittlungsformate für die Sakrallandschaft Innerschweiz“ leisten, über dessen Stand die Mitglieder informiert wurden.

Neuausrichtung

Die Neuausrichtung geht mit einer personellen Veränderung an der Spitze des Vereins einher. Nach dem Rücktritt des bisherigen Geschäftsführers wurde die Führungsstruktur angepasst. Die Kunsthistorikerin und ehemalige Direktorin der Hochschule Luzern, Gabriela Christen, welche den Verein zuvor als Co-Präsidentin leitete, wurde zur neuen Präsidentin gewählt. Ihr bisheriger Kollege im Co-Präsidium, der Kommunikationsberater Kurt Bischof, wechselte in die operative Leitung und übernahm die Geschäftsführung, weshalb er nicht mehr für das Präsidium kandidierte.

Der restliche Vorstand, der sich aus Personen der Politik, der Kirche, der Kultur und des Finanzwesens zusammensetzt, wurde im Rahmen der jährlichen Wahlen im Amt bestätigt. Dem Gremium gehören weiterhin Ruedi Amrein, Sandra Huber, Susanna Kumschick, Donald Locher, Eugen Lustenberger, Pater Christian Meyer sowie Mario Stübi und Stefan Zollinger an. Um die touristische Säule der Strategie umzusetzen, strebt der Verein im Vorstand eine Ergänzung durch Personen aus der Tourismusbranche an.

Einblicke in die Wallfahrtskirche Hergiswald

Vor den statutarischen Geschäften stand der Tagungsort selbst im Mittelpunkt. Die Mitglieder erhielten Einblicke in die Wallfahrtskirche Hergiswald, ein Bauwerk der frühbarocken Sakralkunst von nationaler Bedeutung. Die Ursprünge der Anlage gehen auf eine Einsiedelei aus dem Jahr 1489 zurück, während die heutige Kirche im Jahr 1662 geweiht wurde. Das Bauwerk beherbergt in seinem Zentrum eine Loretokapelle mit einer schwarzen Madonna, womit Hergiswald ein Loretoheiligtum der Schweiz darstellt.

Der Kunsthistoriker Dieter Bitterli erläuterte den Anwesenden die Symbolik des Bilderhimmels, der als Verherrlichung der Himmelskönigin gilt. Wie die Vermittlungsarbeit gestaltet werden kann, demonstrierte zudem Stefanie Wyss von der Pädagogischen Hochschule Luzern, die anhand einer Umsetzung die Einsatzmöglichkeiten digitaler Formate aufzeigte.

(pm - mg)

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23. Mai 2026, 12:47