Der Stand der Vatikanmedien am Katholikentag in Würzburg Der Stand der Vatikanmedien am Katholikentag in Würzburg

Eindrücke vom Katholikentag: Zum Friedensgruß kam die Sonne

„Hab Mut, steh auf!“ Unter diesem Leitwort ist am Mittwochabend der Katholikentag in Würzburg gestartet. Bis Sonntag werden zehntausende Teilnehmende in der Stadt erwartet, bei Gottesdiensten, Diskussionen, Konzerten und zahlreichen Begegnungen. Die Vatikanmedien sind in Würzburg mit einem eigenen Stand vertreten. Dort gibt es Informationen, Gespräche und besondere Mitbringsel von Vatican News, Radio Vatikan und dem „Osservatore Romano“.

Birgit Pottler und Christine Seuss - Würzburg

Die Eröffnungsveranstaltung am Mittwochabend mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begann bei Sonne und endete im Gewitter, aber davon ließen sich die Besucher nicht abhalten und strömten noch den ganzen Abend lang durch die Stadt. Die Dekanate des Bistums hatten an verschieden Plätzen Musik, Kulinarisches und verschiedene Gesprächsangebote vorbereitet.

Der Katholikentag ist viel Organisation, hat ein Präsidium, ein Organisationskomitee, viele hauptberufliche Stellen – aber die Umsetzung vor Ort lebt von den Ehrenamtlichen. Mehr als 1400 sind hier in Würzburg im Einsatz.

Das Wetter ist wechselhaft - die Stimmung gut
Das Wetter ist wechselhaft - die Stimmung gut

Mit der römischen Brille besonders aufgefallen ist uns ein mobiler Stand eines Pastoralteams aus den Haßbergen – die hatten die Heilige Pforte als Einladung auf den Türen des Anhängers.

Gegen 22 Uhr gab es den Abendsegen, mit traditionellen, weltlichen und kirchlichen Liedern – zu dem Zeitpunkt war es trocken, Kerzen wurden verteilt… immer unter dem Leitwort: „Hab‘ Mut, steh auf“ – Wofür bin ich heute aufgestanden? Wo setze ich meinen Mut ein? In Kirche und Gesellschaft? Die Kerzen konnten die Menschen auf dem Nachhauseweg in große Behälter mit Sand stecken – dort brannten sie langsam ab.

Gespräche auf der zentralen Bühne
Gespräche auf der zentralen Bühne

Zum großen Gottesdienst am Christi Himmelfahrtstag waren ca. 11.000 Menschen auf dem Platz vor der barocken Residenz versammelt. Der Würzburger Bischof Franz Jung hatte vor der Eröffnung betont, der Katholikentag mache Kirche zu einem „sichtbaren Zeichen der Hoffnung“. Die Veranstaltungen auf diesen großen Plätzen, die viele von Postkartenbildern und Reiseführern kennen, tragen sicher dazu bei.

Hier die Eindrücke einiger Gottesdienstbesucher am Donnerstagvormittag

In seiner Predigt zu Christi Himmelfahrt hat der Bischof vor dem Missbrauch von Religion für politische Zwecke gewarnt. Mit Blick auf das Motto „Hab Mut, steh auf!" rief er dazu auf, Machthabern zu widersprechen, die ihre Allmachtsfantasien religiös verbrämten. Gottes Reich gründe nicht auf Gewalt, Unterdrückung oder Einschüchterung. Christus rufe dagegen dazu auf, Frieden zu stiften und einander zu dienen.

Das Thema Frieden wurde nach dem Gottesdienst lautstark ausgedrückt – mit einem Glockenkonzert des Würzburger Doms. Das Geläut mit 20 Glocken wurde vor genau 60 Jahren neu geweiht – und zählt unter Experten zu den bedeutendsten Nachkriegsgeläuten in Europa, auch eine Glocke aus dem Mittelalter ist darunter. Auf Großbildschirmen waren die Glocken während des Konzerts in Nahaufnahme zu sehen - und Menschen aller Generationen staunten. Würzburger sagten uns: Die Glocken stehen für unsere Stadt. Und Gäste, auch Kinder, sagten baff: atemberaubend.

Die Eindrücke von Christine Seuss und Birgit Pottler zum Nachhören

Ein leidiges Thema bei diesem Katholikentag: das Wetter. Manche haben das Motto schon abgewandelt in „Hab‘ Mut! Schirm auf!“ Auch beim Gottesdienst heute früh waren sie dringend notwendig. Aber – unser Bild des Tages – zum Friedensgruß kam die Sonne raus.

Insgesamt meint das Wetter es leider wirklich nicht gut mit den Besuchern hier in Würzburg. Kalt, regnerisch, windig. Aber das tut der Stimmung eigentlich keinen Abbruch. Auch hier am Stand von Radio Vatikan, Vatikan News, Osservatore Romano waren wir wirklich überrascht, wie viele Leute heute doch gleich nach der Messe kamen und sich sehr interessiert über unser Angebot informiert haben.

Postkarten schreiben - und im Vatikan stempeln lassen
Postkarten schreiben - und im Vatikan stempeln lassen

Der Stand liegt am Würzburger Rathaus auf dem Weg zwischen der Marienkapelle und der Alten Mainbrücke, auf dem Weg zur Kirchenmeile, wo sich unter anderem die verschiedenen Bistümer vorstellen. Die Materialien, die wir hier vorbereitet haben, werden uns praktisch aus der Hand gerissen. Nicht nur, dass die Leute natürlich gerne ein Foto mit Papst Leo machen, dessen Figur am Stand die Vorbeilaufenden in Lebensgröße grüßt - auch die Aktion mit dem Sonderstempel wird sehr gut aufgenommen.

Hans-Werner Lichter vom "Freundeskreis von Radio Vatikan e.V."
Hans-Werner Lichter vom "Freundeskreis von Radio Vatikan e.V."

Ein Erfolgsrezept seit mehreren Katholikentagen: Auch in diesem Jahr hat die Vatikan-Post wieder einen eigenen Sonderstempel für den Katholikentag herausgegeben. Die Vatikan-Briefmarken und Papst-Leo-Postkarten liegen bei uns am Stand bereit, und die Besucher können eine Postkarte an sich selbst oder an andere adressieren und in den eigens gestalteten Vatikan-Post-Briefkasten werfen. Am Ende des Katholikentages nehmen wir die Karten wieder mit nach Rom, lassen sie dort abstempeln mit dem Sonderstempel, und dann kommt Post aus dem Vatikan...

Also einfach vorbeischauen am Stand! Heute Vormittag nach dem Gottesdienst waren zum Beispiel schon der Augsburger Bischof Bertram Meier und die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz Beate Gilles bei uns, neben zahlreichen interessierten Hörern und Lesern. Und wir freuen uns natürlich auf alle weiteren Besucherinnen und Besucher in den kommenden Tagen.

(vatican news - bp)

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14. Mai 2026, 16:04