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EU-Kommission begrüßt KI-Lehrschreiben des Papstes

Die EU-Kommission hat das Papst-Lehrschreiben zu Künstlicher Intelligenz gelobt. „Wir können der Vision des Heiligen Vaters Papst Leo XIV. und der Notwendigkeit eines soliden Rechtsrahmens für KI nur zustimmen“.


Dies sagte ein Sprecher der Kommission auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Was der Papst beschreibe, mache Europa bereits. „Wir schützen Minderjährige online und verbieten KI-Systeme, die die Schwächsten ausbeuten“, hieß es am Donnerstagabend in Brüssel.

In seiner am Montag vorgestellten ersten Enzyklika „Magnifica humanitas“ fordert der Papst strengere Richtlinien für die KI, ohne die Technologie grundsätzlich zu verteufeln. Er warnt vor Entmenschlichung durch verfehlte Nutzung und dringt auf eine breitere gesellschaftliche Kontrolle von KI.

EU und Papst bei Werten auf einer Linie

Unter anderem fordert er von den Gesetzgebern, Altersgrenzen für Kinder festzulegen und digitale Dienstleister beim Schutz von Minderjährigen in die Pflicht zu nehmen. Kinder müssten außerdem lernen, Manipulationen zu erkennen und auch im digitalen Raum ihre eigene Würde zu verteidigen und die Würde anderer zu achten, so Leo XIV.

Die Werte, von denen der Papst spreche - Menschenwürde und Gemeinwohl - seien auch Werte der EU, so der Sprecher. Diese Werte und die Grundrechte jedes Europäers werde die EU weiterhin schützen. In der Union gebe es bereits einen soliden Rechtsrahmen für KI, wie vom Papst gefordert. Es brauche nun noch mehr Investitionen in den verantwortungsvollen Einsatz von KI zum Nutzen der Menschheit und als Treiber für das Gute, so der Sprecher.

In der EU sei außerdem sogenanntes Social Scoring verboten. Ein solches Sozialkreditsystem mit Echtzeit-Überwachung der Bürger und Systemen, die Fehlverhalten erkennen und bewerten, nutzt China. In der Enzyklika warnt der Papst unter anderem vor umfassender Überwachung und Bewertung menschlichen Verhaltens.

(kna – pr)
 

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29. Mai 2026, 10:12