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Hostien Hostien  (Vatican Media)

Schweiz: Bischöfe genehmigen höhere Richtpreise für Hostien

Nach ihrer jüngsten Ordentlichen Versammlung in St-Maurice hat die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) neue Richtpreise für die Beschaffung von Hostien festgelegt. Gleichzeitig erneuerten die Bischöfe ihre Empfehlung an Pfarreien und Gemeinschaften, den Bedarf bei inländischen klösterlichen Produzentinnen zu decken.

Die Hostienproduktion stellt für viele Gemeinschaften eine zentrale finanzielle Säule dar. Da Ordensgemeinschaften keine Einnahmen aus Kirchensteuern erhalten, ist die Herstellung der Oblaten für sie eine notwendige Erwerbsquelle. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) betonte in einer Stellungnahme: „Daher ist die Hostienproduktion für sie eine lebenswichtige Einnahmequelle.“ Derzeit betreiben in der Schweiz zehn Frauenklöster entsprechende Produktionsstätten.

Die neuen Tarife im Überblick

Die Preisanpassung tritt nach der letzten Erhöhung im Jahr 2020 in Kraft. Die genehmigten Richtwerte stellen sich wie folgt dar: Für kleine Laienhostien (100 Stück): Der Preis steigt von 7,50 Franken (ca. 8,10 Euro) auf 8,30 Franken (ca. 9,00 Euro) und für große Priesterhostien (100 Stück) erhöht sich der Preis von 28 Franken (ca. 30,30 Euro) auf 31 Franken (ca. 33,60 Euro).

Konkurrenz aus dem Ausland und regionale Ausnahmen

Der Absatz von Schweizer Hostien ist in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund sinkender Teilnehmerzahlen in den Gottesdiensten sowie preiswerterer Angebote aus dem Ausland, etwa aus Italien oder Polen, zurückgegangen.

Um die Kundenbindung nicht zu gefährden, entscheiden sich einzelne Betriebe gegen die Erhöhung. So erklärte Schwester Marie-Paul Mermoud vom Bernhardinerinnenkloster Collombey-Muraz im Wallis gegenüber kath.ch, dass man die Richtpreise vorerst nicht anwenden werde: „Wir verkaufen 100 Hostien immer noch zum Preis von sieben Franken (ca. 7,60 Euro).“ Ziel sei es, die Abwanderung der Kundschaft zu ausländischen Großproduzenten zu verhindern.

Die SBK und die Konferenz der Institute des geweihten Lebens (KOVOS) werben ihrerseits weiterhin für den Bezug der im Inland gefertigten Produkte, um die Existenzgrundlage der hiesigen kontemplativen Gemeinschaften zu sichern.

(sbk/kath.ch - mg)

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16. April 2026, 12:59