Nuntius in Österreich: Versöhnung zentral für Kirche und Gesellschaft
Erzbischof Pedro López Quintana, Apostolischer Nuntius in Österreich, erinnerte daran, dass die christliche Botschaft nicht von Verurteilung, sondern von Heilung geprägt sei. Mit Blick auf das Evangelium vom ungläubigen Thomas unterstrich er, dass Jesus den Zweifel nicht zurückweise, sondern ihm mit Geduld begegne. „Gott wird nie müde zu vergeben – wir sind es, die müde werden, um Vergebung zu bitten", so der Nuntius in seiner Predigt.
Menschen als „Werkzeuge des Friedens"
Zugleich rief Quintana dazu auf, die empfangene Barmherzigkeit weiterzugeben. Vergebung dürfe nicht beim Einzelnen stehen bleiben, sondern müsse sich im Umgang miteinander zeigen. Gerade in einer von Konflikten geprägten Welt brauche es Menschen, die bereit seien, „Werkzeuge des Friedens" zu sein.
Das Fest der Barmherzigkeit Gottes in Wolfsberg fand bereits zum zehnten Mal statt. Gläubige aus dem In- und Ausland reisten an. Neben festlichen Gottesdiensten umfasste das Programm geistliche Impulse, Gebetszeiten, Eucharistische Anbetung sowie das Sakrament der Versöhnung. Auch persönliche Begegnung und Austausch sowie ein eigenes Kinderprogramm waren Teil der Veranstaltung.
(kap – cf)
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