Wilmer würdigt gestorbenen Magdeburger Altbischof Nowak
„Leo Nowak ist Zeit seines Lebens Seelsorger geblieben und war für die Menschen da - jene, die der Kirche nahestanden, und auch solche, die auf der Suche waren", schrieb Wilmer am Sonntag in einem Kondolenzschreiben. Nowak war am Sonntagmorgen im Alter von 97 Jahren gestorben, teilte das Bistum Magdeburg mit.Der frühere Bischof habe bis in die letzten Lebensmonate in einer nachklingenden Weise Seelsorge ermöglicht, die sich aus den Erfahrungen der DDR ebenso speiste wie aus dem Wissen um den Wert der deutsch-deutschen Wiedervereinigung, so Wilmer. Auch die Bischofskonferenz habe von Nowaks Erfahrungen als Zeitzeuge der DDR profitiert.
Bischof Feige trauert um Vorgänger
Der ernannte Bischof von Münster betonte auch das politische Engagement Nowaks: „Er war ein Staatsbürger und Demokrat, dem die liebgewonnene Freiheit nach dem Kommunismus ein Herzensanliegen geworden ist.“ Menschenverachtende Tendenzen in der Politik habe er ebenso deutlich kritisiert wie jene, „die dumpfe Parolen auf den Straßen brüllen und damit vorgeben, die Demokratie zu verteidigen“.
Nowaks Nachfolger als Magdeburger Bischof, Gerhard Feige, hob hervor, sein Vorgänger habe die ureigene Aufgabe der Kirche - Seelsorge, Gottvertrauen und Menschenfreundlichkeit - aus tiefstem Herzen authentisch gelebt. „Er hatte immer ein offenes Ohr und interessierte sich für jede und jeden einzelnen Menschen, egal, ob Christ oder nicht“, so Feige.
(kna - cs)
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