Anselm Grün: „Wir müssen uns die Hoffnung behalten“
Das Motto des diesjährigen Katholikentags lautet: „Hab Mut, steh auf!“ In seinem Buch dazu empfiehlt der Benediktiner, der weitverbreiteten Ohnmacht mit aktiven Reaktionen entgegenzutreten. Es gehe darum, eine Atmosphäre von Mitmenschlichkeit, von Hilfsbereitschaft in die Gesellschaft zu bringen.
Dabei sollten sich die Menschen nicht ständig mit negativen Nachrichten vollstopfen, sondern die Hoffnung behalten. Ein Weg dazu sei das Beten, so Grün. Das löse zwar keine Probleme in Kriegsgebieten, aber die Menschen gingen verändert – als hoffende Menschen – in die Gesellschaft.
Kirche als Hoffnungshorizont
Die Kirche habe die Aufgabe, daran zu arbeiten, der Gesellschaft einen Hoffnungshorizont zu geben. Sie müsse ein Forum zur Verfügung stellen, etwa für ethische Themen. Auch als Ort zum Austausch sei der Katholikentag geeignet: Für viele sei es ein Hoffnungszeichen, dass sie auf dem Katholikentag Gleichgesinnte treffen, die nicht nur den normalen Gottesdienst feiern, sondern auch andere Formen von Spiritualität praktizieren.
(kna – cf)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.