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Anselm Grün: „Wir müssen uns die Hoffnung behalten“

Der Benediktinerpater Anselm Grün hat dazu aufgerufen, „die Hoffnung zu behalten“. Ein guter Weg dazu sei das Gebet. Das betonte er in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten Agentur anlässlich des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg.

Das Motto des diesjährigen Katholikentags lautet: „Hab Mut, steh auf!“ In seinem Buch dazu empfiehlt der Benediktiner, der weitverbreiteten Ohnmacht mit aktiven Reaktionen entgegenzutreten. Es gehe darum, eine Atmosphäre von Mitmenschlichkeit, von Hilfsbereitschaft in die Gesellschaft zu bringen.

Dabei sollten sich die Menschen nicht ständig mit negativen Nachrichten vollstopfen, sondern die Hoffnung behalten. Ein Weg dazu sei das Beten, so Grün. Das löse zwar keine Probleme in Kriegsgebieten, aber die Menschen gingen verändert – als hoffende Menschen – in die Gesellschaft.

Kirche als Hoffnungshorizont

Die Kirche habe die Aufgabe, daran zu arbeiten, der Gesellschaft einen Hoffnungshorizont zu geben. Sie müsse ein Forum zur Verfügung stellen, etwa für ethische Themen. Auch als Ort zum Austausch sei der Katholikentag geeignet: Für viele sei es ein Hoffnungszeichen, dass sie auf dem Katholikentag Gleichgesinnte treffen, die nicht nur den normalen Gottesdienst feiern, sondern auch andere Formen von Spiritualität praktizieren.

(kna – cf)

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13. April 2026, 13:48