D: Kirchen veröffentlichen Dokument für Seelsorge im Kriegsfall
Unter dem Titel „Ökumenisches Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“ beschreibt das Papier detailliert, wie sich beide großen Kirchen auf einen möglichen Verteidigungsfall vorbereiten. Damit befasst es sich nach eigenen Angaben mit Situationen, in denen Bemühungen um den Frieden gescheitert sind.
Erhöhter Bedarf an Seelsorge
Konkret rechnen die Kirchen im Verteidigungsfall mit einem erhöhten Bedarf an Militärseelsorge. Hinzu kämen weitere Aufgaben und Herausforderungen, etwa bei Beisetzungen, bei der seelsorgerlichen Begleitung von Gefangenen sowie beim Überbringen von Todesnachrichten. Für die Zivilbevölkerung soll es Gottesdienste und Veranstaltungen geben, die sich mit der schwierigen Situation im Verteidigungsfall befassen.
Verweis auf Russland
Besonders der Angriff Russlands auf die Ukraine zeige, dass ein solcher Fall eintreten könne. Relevante Akteure wie Nachrichtendienste warnten laut dem Papier bereits davor, dass Russland bis ans Ende des Jahrzehnts dazu fähig sein könnte, NATO-Gebiet anzugreifen.
(kna – cf)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.