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Stephansdom in Wien Stephansdom in Wien 

Österreich: Europas Päpstliche Missionswerke tagen in Heiligenkreuz

Die europäischen Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke beenden an diesem Freitag ihr Treffen in Heiligenkreuz und Wien. Österreich war seit 20 Jahren wieder Gastgeber eines solchen Treffens, so die Päpstlichen Missionswerke Österreich in einer Pressemitteilung.

Die Beratungen der 30 Nationaldirektoren gelten der Überarbeitung der internationalen Statuten und vertiefen die Spiritualität der Päpstlichen Missionswerke. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für den 100. Weltmissions-Sonntag im Oktober an. „Wir beraten und tauschen Erfahrungswerte aus, um den Weltmissions-Sonntag besonders in Europa wieder zu beleben. In unseren Breiten schrumpft die Kirche und deswegen möchten wir die Gläubigen ermutigen, auf die Hoffnung und Freude der Weltkirche zu blicken“, zitiert die Aussendung Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner,  Gastgeber des diesjährigen Kontinentaltreffens.

Rund 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken sind vom Papst aufgerufen, im Monat der Weltmission für die weltweit ärmsten Diözesen zu spenden und zu beten. Missio Österreich wählt in diesem Jahr Äthiopien als Schwerpunktland, wo die Not besonders groß ist.

„Seid missionarisch“ – Apostolischer Nuntius ermutigt Nationaldirektoren

Ein besonderer Programmpunkt war der Empfang beim apostolischen Nuntius für Österreich. Am Mittwoch begrüßte Erzbischof Pedro López Quintana die 30 Nationaldirektoren. In seiner Ansprache ermutigte er die europäischen Vertreter eindringlich: „Seid missionarisch und verkündet den Glauben. Die Spenden allein sind nicht das wichtigste. Sie sind die Stütze für die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke.“ Zudem teilte der Erzbischof persönliche Kindheitserinnerungen aus Spanien. Besonders die Kindermissionswerke und deren Aktivitäten in seiner Heimatpfarre hätten sein Glaubensleben geprägt.

Heilige Messe mit Weihbischof Franz Scharl

Neben den Beratungen spielt auch das gemeinsame Gebet eine zentrale Rolle. Im Stephansdom feierten die Nationaldirektoren gemeinsam mit dem Wiener Weihbischof Franz Scharl am Mittwochmittag die Heilige Messe. „Jesus selbst hatte eine Mission vor über 2000 Jahre. Diese Mission war der Wegweiser in den Himmel und heute haben wir die gleiche Mission in Einheit mit Christus“, sagt Weihbischof Scharl in seiner Predigt. Er rief die Nationaldirektoren und die Gläubigen auf, „für die Mission in Europa zu beten, damit wir vorankommen und das Wort Gottes und seine Liebe verkünden“.

Beratungen in Heiligenkreuz und Wien

Die Tagung findet auf der Hochschule Benedikt XVI. im Stift Heiligenkreuz sowie in Wien statt. Inhaltlich wird dabei auch ein Jubiläum aufgegriffen: 1826 begründete die selige Pauline Marie Jaricot in Frankreich die Rosenkranzbewegung. Durch ihren Mut und ihr Organisationstalent sind die Päpstlichen Missionswerke entstanden. „Pauline Marie Jaricot erkannte schon vor 200 Jahren die Wichtigkeit des Gebets. Bis heute haben die Päpstlichen Missionswerke zwei wichtige Säulen, die Hand in Hand gehen: Das Gebet und die Spende“, sagt Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner. In diesen Tagen tauschen sich die Nationaldirektoren daher auch darüber aus, wie das Werk der seligen Pauline Marie Jaricot 200 Jahre später weitergeführt und weiterentwickelt werden kann.

(pm - gs)

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27. Februar 2026, 09:14