Kardinal Woelki ist Erzbischof von Köln Kardinal Woelki ist Erzbischof von Köln  (ANSA)

Woelki: Ökumene braucht Ehrlichkeit und Augenhöhe

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ruft dazu auf, sich nicht mit der Spaltung der Christen abzufinden. Das sagt er in einem Video zur derzeit laufenden Weltgebetswoche für die Einheit der Christen.

„Wir haben uns längst daran gewöhnt, dass es viele ganz unterschiedliche Gemeinschaften gibt, die sich alle zu Jesus als unserem Herrn und Gott bekennen. Im Sinne Jesu ist das jedoch nicht! Die Spaltung der Christenheit ist eine schmerzliche Wunde, und ihre Überwindung ist eine wesentliche Aufgabe für alle, die sich Christen nennen.“

Die Ökumene mache seit Jahrzehnten enorme Fortschritte, so Woelki. Die weltweite Christenheit nehme immer mehr das Verbindende der Konfessionen in den Blick. Man solle aber nun auch die Hindernisse zu einer vollen Einheit der Christen ins Auge fassen, um sie überwinden zu können.

„Klarer benennen, was uns trennt“

Der Kölner Kardinal Woelki zur Gebetswoche für die Einheit der Christen - Radio Vatikan

„Für die Ökumene sind Ehrlichkeit und Gespräche auf Augenhöhe wichtig. Dazu gehört auch, dass wir klarer benennen, was uns trennt oder noch trennt. Nicht um die bestehende Trennung zu festigen, sondern um unsere ökumenischen Schwestern und Brüder immer besser zu verstehen und mit ihnen darüber sprechen zu können, warum wir glauben, was wir glauben.“

Die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen hat am Wochenende angefangen und geht bis zum 25. Januar. Ihr Motto lautet diesmal „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Epheser 4,4). Papst Leo wird zum Abschluss der Gebetswoche am Sonntagabend eine Vesper in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern feiern.

(domradio – sk)
 

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21. Januar 2026, 10:44