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 Eine Frau zieht ihren Trolley durch den Schnee in Wien, Österreich, am 9. Januar 2026 - Agenturbild Eine Frau zieht ihren Trolley durch den Schnee in Wien, Österreich, am 9. Januar 2026 - Agenturbild  (AFP or licensors)

Österreich: Caritas mahnt Hilfe für Vertriebene Ukrainer an

Nachdem am Donnerstag in Wien auch das letzte Aufnahmezentrum für Ukraine-Vertriebene seine Türen geschlossen hat, appelliert Caritasdirektor Klaus Schwertner an das Gewissen und die Vernunft der politisch Verantwortlichen: „Mit dem heutigen Tag stehen zahlreiche Frauen, Männer und Kinder vor der realen Gefahr, obdachlos zu werden." Gerade angesichts der aktuellen Kälte und der hohen Auslastung der Notquartiere sei dies unverantwortlich.

Es gehe um Menschen, die vor Krieg, Gewalt und unvorstellbarem Leid geflohen seien. Unter allen Umständen müsse verhindert werden, „dass Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind, jetzt in Österreich sich selbst überlassen bleiben", betonte Schwertner diesen Freitag in einer Stellungnahme für Kathpress.

Die Länder und der Bund schöben sich gegenseitig die Verantwortung für die Erstaufnahme zu. Dieser „sinnbefreite Konflikt" zwischen Bund und Ländern dürfe nicht länger auf dem Rücken von Menschen ausgetragen werden, kritisierte Schwertner: „Wir appellieren daher dringend an das Innenministerium und die Verantwortlichen der Länder, rasch und gemeinsam eine nachhaltige Lösung zu finden und wieder drei bis fünf Ankunftszentren für ukrainische Geflüchtete einzurichten."

„Rasch und gemeinsam eine nachhaltige Lösung finden und wieder drei bis fünf Ankunftszentren für ukrainische Geflüchtete einrichten“

(kap - sst) 

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09. Januar 2026, 15:01