Der hl. Bischof Blasius Der hl. Bischof Blasius 

Lichtmess und gekreuzte Kerzen

Schutz vor Halskrankheiten und „Lichtmess-Kerzen“ mit außergewöhnlicher Fürbittkraft: Die katholische Kirche begeht vierzig Tage nach Weihnachten „Mariä Lichtmess“.

Das Fest von diesem Sonntag (1. Februar) erinnert an die Darbringung Jesu im Tempel und ist mit Kerzensegnungen sowie Lichterprozessionen verbunden. Kurz darauf, am Dienstag (3. Februar), ist der Gedenktag des heiligen Blasius von Sebaste, der in der katholischen Tradition zu den „14 Nothelfern“ gezählt wird. In vielen Pfarrgemeinden wird an diesem Tag - bzw. oft auch bereits am Lichtmesstag - der traditionelle Blasius-Segen gespendet.

Der Blasius-Segen geht auf die Verehrung des im Jahr 316 enthaupteten Märtyrerbischofs Blasius zurück. Der Legende nach wurde einem Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte, durch den bischöflichen Segen das Leben gerettet. Beim Blasius-Segen hält ein Priester oder Diakon zwei gesegnete, in Form des Andreaskreuzes schräg angeordnete und brennende Kerzen vor Gesicht und Hals der einzelnen Gläubigen und spricht die Worte „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen“.

Maria mit Simeon und dem kleinen Jesus im Tempel
Maria mit Simeon und dem kleinen Jesus im Tempel   (© BAV Vat.sir.559, f.48v)

 

Früher endete Weihnachten später

Das davor liegende Fest „Darstellung des Herrn“ erinnert daran, dass Jesus gemäß jüdischer Tradition 40 Tage nach seiner Geburt von seinen Eltern in den Tempel gebracht und durch ein Opfer ausgelöst wurde (vgl. Lk 2,22-40). Das christliche Fest entwickelte sich Ende des 4. Jahrhunderts in Jerusalem und wurde zunächst mit großer Festlichkeit begangen. Erst später kamen Kerzensegnungen und Lichterprozessionen hinzu, wodurch sich der Name „Mariä Lichtmess“ einbürgerte. Die Segnung der Lichtmesskerzen ist seit dem 10. Jahrhundert belegt. Sie stehen symbolisch für Christus als „Licht der Völker“ und „Licht der Welt“. Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil galt Lichtmess als Abschluss der Weihnachtszeit; seit 1969 endet diese schon mit dem Fest der Taufe des Herrn.

Die Ikonografie des heiligen Blasius - der nicht nur Bischof, sondern auch Arzt gewesen sein soll - unterscheidet sich je nach Region: Im Osten wird er meist als betagter Bischof mit Spitzbart und Buch dargestellt, während er im Westen mit Mitra, Bischofsstab und Kerzen erscheint. Seine Verehrung ist weit verbreitet, in Dubrovnik gilt der Heilige als Stadtpatron. Neben Kirchen tragen auch verschiedene Schützenbruderschaften seinen Namen.

(kap – sk)
 

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31. Januar 2026, 10:41